Kerzen und ein Zettel mit der Aufschrift Prayers stehen vor dem Roseburg College | Bildquelle: AFP

Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Oregon Entsetzen und der Ruf nach strengeren Waffengesetzen

Stand: 02.10.2015 04:27 Uhr

US-Präsident Obama hat nach dem Blutbad mit mindestens zehn Toten im Staat Oregon eine zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber solchen Tragödien beklagt. Die Reaktionen würden zur Routine, warnte Obama. Der Todesschütze wurde mittlerweile offenbar identifiziert.

Nach den Todesschüssen an einem US-College in Oregon hat sich der sichtlich erschütterte Präsident Barack Obama erneut für strenge Waffengesetze ausgesprochen. "Wir sind das einzige fortschrittliche Land der Erde, das solche Schießereien alle paar Monate erlebt", sagte Obama im Weißen Haus.

Sowohl die Berichterstattung in den Medien als auch die anschließende Debatte über tödliche Shootings sei zur Routine geworden. Obama erinnerte an besonders prominente Fälle in Columbine und Aurora (Colorado), Newtown (Connecticut) und Charleston (South Carolina).

Obama zeigt sich bestürzt über Amoklauf
tagesschau24 09:00 Uhr, 02.10.2015, Stefan Rychlak, ARD-aktuell

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Es könne nicht sein, dass die ein Recht auf Waffen garantierende US-Verfassung eine zumindest moderate Regelung über den Besitz tödlicher Schusswaffen verbiete, sagte Obama. "Wir können etwas daran ändern - aber dafür müssen wir unsere Gesetze ändern", sagte Obama.

Dafür brauche er jedoch die Unterstützung der Gesetzgeber in den einzelnen 50 Bundesstaaten und die des Kongresses. Die dort beide Parlamentskammern beherrschenden Republikaner hatten Obamas Anläufe, strengere Waffengesetze durchzusetzen, immer wieder blockiert.

Täter offenbar identifiziert

Gestern hatte ein 26 Jahre alter Mann an einem College in der Kleinstadt Roseburg im Westküstenstaat Oregon mindestens zehn Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt. Die Tat war nach Berichten von Augenzeugen möglicherweise religiös motiviert. Der Täter kam beim Schusswechsel mit der Polizei ums Leben. Zunächst war sogar von 13 Todesopfern die Rede. Mittlerweile teilte die Polizei mit, bislang seien zehn getötete Menschen bestätigt.

Der Täter wurde mittlerweile offenbar identifiziert: US-Medien berichteten, es handele sich um den 26-jährigen Chris Harper M. Die Medien beriefen sich dabei auf eine offizielle Quelle, die allerdings anonym bleiben wolle, da sie den Namen eigentlich nicht nennen dürfe. Gesicherte Informationen zu den Motiven des mutmaßlichen Täters liegen bislang nicht vor.

Stefan Niemann, ARD Washington, zum Amoklauf in Oregon
nachtmagazin 00:35 Uhr, 02.10.2015

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