Konsequenz aus Zugunglück in Spanien Regierung will Schienennetz überprüfen

Stand: 09.08.2013 16:51 Uhr

Ein Kran hebt einen Waggon des verunglücktes Zug auf einen Tieflader. (Bildquelle: AP)
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Aufnahme des schweren Zugunglücks vom 24. Juli nahe Santiago de Compostela in Spanien.

Nach dem schweren Zugunglück bei Santiago de Compostela hat die spanische Regierung angekündigt, das gesamte Schienennetz überprüfen zu lassen. "Wir werden alle Protokolle und Sicherheitssysteme prüfen, ebenso wie die Geschwindigkeitsbegrenzungen", erklärte Verkehrsministerin Ana Pastor. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse würden dann weitere Entscheidungen getroffen, um das Schienennetz zu verbessern, sagte sie vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss, der klären soll, wie es zu dem schweren Zugunglück am 24. Juli kommen konnte.

Am Donnerstag hatte der Chef des Schienenbetreibers Adif eingeräumt, dass das Unglück möglicherweise hätte verhindert werden können, wenn ein ursprünglich geplantes automatisches Bremssystem auch tatsächlich an der Unfallstelle eingebaut worden wäre. Der Schnellzug war Ende Juli entgleist, als der Lokführer mit einer Geschwindigkeit von 179 Stundenkilometern in eine Kurve gefahren war - doppelt so schnell wie erlaubt. 79 Menschen starben, 178 wurden verletzt. Gegen den Lokführer wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

Spanien will Sicherheitssysteme überprüfen
tagesschau 17:00 Uhr, 09.08.2013, Eva Macht, ARD Madrid

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