Wolfgang Schäuble | Bildquelle: dpa

Fall Skripal Schäuble hofft auf Brexit-Kehrtwende

Stand: 30.03.2018 10:40 Uhr

In der Skripal-Affäre steht die EU an der Seite Großbritanniens - und gegen Russland. Bundestagspräsident Schäuble sieht darin ein Zeichen, dass "Europa funktioniert" und hofft auf ein Verbleib der Briten in der EU.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hält einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union nicht für unausweichlich. "Ich habe durchaus noch Hoffnung, dass die Briten in der EU bleiben", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Gut, wenn man nicht alleine ist"

Nach dem Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Salisbury hätten die Briten gesehen, "wie gut es ist, wenn man in der Welt nicht alleine ist". "Die Briten erfahren viel Solidarität und fangen an, die Sache etwas differenzierter zu sehen", sagte Schäuble weiter. "Sie erkennen: Europa funktioniert."

Die Regierung in Großbritannien macht Moskau für den Giftanschlag auf Skripal und seine Tochter verantwortlich. Eine Reihe westlicher Staaten, die EU und die NATO haben sich hinter Großbritannien gestellt. Weltweit wiesen inzwischen 27 Staaten rund 140 russische Diplomaten aus, darunter auch Deutschland, Frankreich und die USA. Russland weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 30. März 2018 um 06:03 Uhr.

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