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Der französische Präsident Nicolas Sarkozy ist offiziell in den Wahlkampf gestartet: Der 57-Jährige gab am Abend im französischen Sender TF1 seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen bekannt. "Ja, ich bin Kandidat", sagte Sarkozy.
Der konservative Präsident liegt in den Umfragen seit Monaten klar hinter seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande. Der Kandidat der größten Oppositionspartei würde jüngsten Umfragen zufolge eine Stichwahl mit 57 Prozent der Stimmen gewinnen. Aus dem eigenen Lager war Sarkozy deshalb gedrängt worden, seine Kandidatur nicht erst Ende Februar oder Anfang März, sondern schon früher anzukündigen. Die Präsidentschaftswahl findet in zwei Wahlgängen am 22. April und 6. Mai statt.
[Bildunterschrift: Gemeinsames Fernsehinterview: Merkel und Sarkozy ]
Die erneute Kandidatur Sarkozys war erwartet worden - auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie hatte bereits angekündigt, den konservativen Präsidenten im Wahlkampf zu unterstützen, und zwar in ihrer Rolle als CDU-Chefin. Schließlich gehöre man zur gleichen Parteienfamilie, so ihr Argument. Merkel und Sarkozy hatten am 6. Februar erstmals gemeinsam ein Interview im französischen Fernsehen gegeben, weitere gemeinsame Wahlkampfauftritte sollen folgen.
Inzwischen hat auch die SPD um Parteichef Sigmar Gabriel angekündigt, den sozialistischen Kandidaten Hollande unterstützen zu wollen.
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