Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un | Bildquelle: dpa

Nordkorea-Konflikt UN ahnden Verstöße gegen Sanktionen

Stand: 31.03.2018 04:36 Uhr

Der UN-Sicherheitsrat greift gegen die Umgehung des Nordkorea-Embargos durch. Das Gremium setzte Schiffe und Firmen auf eine schwarze Liste, die gegen Sanktionen verstoßen haben sollen.

Der UN-Sicherheitsrat hat eine Vielzahl von Schiffen und Reedereien wegen Verstoßes gegen die Nordkorea-Sanktionen auf eine schwarze Liste gesetzt. Sie sollen Öl und Kohle für das weitgehend isolierte Land geschmuggelt haben.

Mit dem Schritt erhöhten die Vereinten Nationen auf Antrag der USA den Druck auf die nordkoreanische Führung - wenige Wochen vor deren geplanten Gipfeltreffen mit Südkorea und den USA.

Öl- und Kohleschmuggel stoppen

Betroffen von den Sanktionen der Vereinten Nationen sind 21 Reedereien und 27 Schiffe. Fünf der Reedereien haben ihren Sitz in China, 15 der betroffenen Schiffe sind aus Nordkorea.

Die Botschafterin der USA bei den UN, Nikki Haley, sagte, die Sanktionen zielten darauf ab, den Öl- und Kohleschmuggel durch Nordkorea zu stoppen. Die Zustimmung zu den Strafmaßnahmen sei ein deutliches Zeichen dafür, dass die internationale Gemeinschaft einig sei in den Bemühungen, maximalen Druck auf das nordkoreanische Regime auszuüben.

Ein südkoreanischer Soldat steht vor einem Bildschirm, auf dem US-Präsident Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim zu sehen sind. | Bildquelle: AFP
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Trump und Kim auf einem Bildschirm in Südkorea. Der US-Präsident hatte es begrüßt, dass Kim ein Treffen mit ihm anstrebe.

Treffen zwischen Kim und Trump geplant

Nach der Annäherung zwischen Nord- und Südkorea im Zuge der Olympischen Winterspiele ist für den 27. April ein Treffen des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In geplant. Für Mai ist eine Begegnung zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump avisiert.

Trump hatte es begrüßt, dass Kim ein Treffen mit ihm anstrebe. Zugleich müssten aber die maximalen Sanktionen und der Druck auf Nordkorea um jeden Preis bestehen bleiben, hatte Trump vor wenigen Tagen gesagt.

Seit dem ersten Atomwaffentest durch Nordkorea im Jahr 2006 haben die UN wiederholt Sanktionen verhängt. So ist dem Land unter anderem der Export von Kohle, Eisen, Textilien und Fisch untersagt. Die Einfuhr von Rohöl und Ölprodukten ist beschränkt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 31. März 2018 um 01:00 Uhr.

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