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Hurrikan "Sandy" am Abend an Land erwartet

Angstvolles Warten auf den "perfekten Sturm"

Anspannung an der Ostküste der USA: Am späten Abend Ortszeit soll der Hurrikan "Sandy" in der Gegend von New Jersey auf Land treffen. Meteorologen warnen vor einem "perfekten Sturm". Lokale Behörden befürchten, dass die Menschen die Bedrohung durch den Hurrikan nicht ernst genug nehmen.

Von Rolf Büllmann, BR-Hörfunkstudio Washington

Das Schlimmste steht noch aus - da sind sich die Experten einig. Erst am späten Abend Ortszeit - das ist nach deutscher Zeit morgen in den frühen Morgenstunden - soll Sandy auf Land treffen, irgendwo in der Gegend von New Jersey.

"Meine größte Sorge ist, dass die Menschen das nicht ernst genug nehmen. Noch kann man sich vorbereiten, nicht nur auf den Sturm, sondern auch darauf, dass es tagelang keinen Strom geben könnte", sagt der Bürgermeister von Newark in New Jersey, Corey Booker.

Ostküsten-Bewohner wappnen sich gegen "Sandy"
tagesschau 20:00 Uhr, 29.10.2012, Stefan Niemann, ARD Washington

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Doch insgesamt werden viel mehr Menschen betroffen sein als nur die Bürger von Newark. Der Sturm ist so groß, dass ein mehr als 1000 Kilometer langer Streifen entlang der Ostküste in Alarmbereitschaft versetzt ist, mit den Millionenstädten Washington, New York und Boston, eine der am dichtesten besiedelten Regionen der USA.

Weil der Tropensturm Sandy sich verschmelzen wird mit einem Wintertief, das vom Landesinneren kommt, gibt es nun zusätzlich Warnungen vor Schneestürmen weiter im Landesinneren. Die Auswirkungen könnten tatsächlich katastrophal sein. Meteorologen sprechen von einem "perfect storm" - einem perfekten Sturm, wie es ihn wohl nur einmal in unserem Leben geben wird.

US-Ostküste bereitet sich auf das Schlimmste vor
R. Büllmann, ARD Washington
29.10.2012 14:01 Uhr

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Hilfsorganisationen bereiten sich darauf vor, Zehntausende Menschen versorgen zu müssen. "Wir haben viele Notunterkünfte entlang der gesamten Ostküste geöffnet und hier in Atlantic City sind die Straßen leer", sagt Catherine Bardé vom Roten Kreuz in Atlantic City. Denn dort gilt schon jetzt ein Fahrverbot - ganz ähnlich wie in Delaware.

Der dortige Gouverneur Jack Markell hat seine Bürger aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. "Unsere größte Sorge ist, dass der Wind und der Regen das Fahren sehr gefährlich macht - und es wird ja noch schlimmer werden. Wir wollen nicht, dass die Menschen zur Arbeit fahren, und dann nicht mehr heimkommen", so Gouverneur Markell.

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"Sandy" erreicht die Ostküste der USA

Die Strandpromenade von Atlantic City wurde von

Die Strandpromenade von Atlantic City wurde von "Sandy" zerstört - hier traf der Sturm auf das Festland. (Foto: dapd)

Viele können gar nicht mehr zu Arbeit - in New York zum Beispiel sind Hunderttausende Menschen auf die U-Bahn und die Busse angewiesen, und die haben den Betrieb eingestellt. Viele Geschäfte und Büros bleiben aber sowieso geschlossen angesichts des Sturms, der immer näher rückt.

An vielen Orten gibt es kein Wasser, keine Batterien, Kerzen und Lebensmitteln mehr zu kaufen. Die Katastrophenschutzorganisation FEMA hat deshalb in den letzte Tagen Vorsorge getroffen.

Sie hat Personal an die Ostküste verlegt, und Maschinen und Geräte dorthin geschafft. "Wir haben Generatoren, Wasser und alle möglichen Vorräte seit Freitag und bis gestern dorthin gebracht", sagt FEMA-Chef Craig Fugate. Jetzt wartet die Ostküste darauf, was passieren wird. Die nächsten 24 Stunden werden entscheidend sein.

Stand: 29.10.2012 15:28 Uhr

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