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Der Staatsrat in Den Haag hat den Bau eines Kohlekraftwerks des Energieversorgers RWE auf der niederländischen Seite der Emsmündung gestoppt. Der RWE-Tochter Essent war die Bau- und Betriebsgenehmigung im Jahr 2008 erteilt worden, das höchste Verwaltungsgericht der Niederlande erklärte diese nun aus Umweltschutzgründen für ungültig. Die Auswirkungen auf das Wattenmeer und die ostfriesischen Inseln seien nicht ausreichend untersucht worden.
[Bildunterschrift: Aktivisten des Umweltverbands Greepeace und Bürger protestieren im August 2010 am Rohbau des RWE-Kohlekraftwerks. ]
Gegen das Bauvorhaben hatten Greanpeace und andere Umweltverbände geklagt. Noch im Mai waren deutsche und niederländische Umweltorganisationen vor dem Europäischen Gerichtshof mit dem Versuch gescheitert, den Bau zu stoppen. Ob mit der Entscheidung des Staatsrats der gesamte Bau des Steinkohlekraftwerks infrage steht, ist noch unklar. "Wir müssen das Urteil erst prüfen. Es ist sehr komplex", sagte eine RWE-Sprecherin.
RWE hatte bereit vor drei Jahren mit dem Bau des Kraftwerks Eemshaven in der Nähe der Insel Borkum begonnen. Es soll 2,6 Milliarden Euro kosten und das größte Kohlekraftwerk der Niederlande werden. Im Jahr 2013 sollte der erste Teil ans Netz gehen.
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