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Russlands Regierungschef Wladimir Putin will in den kommenden zehn Jahren umgerechnet rund 580 Milliarden Euro in die Rüstung stecken. Das sei angesichts der Pläne von USA und NATO für ein Raketenabwehrsystem nötig, schreibt Putin in einem Leitartikel für die regierungsnahe Zeitung "Rossiiskaja Gaseta". Von dem Geld sollen mehr als 400 Interkontinentalraketen, mehr als 600 Kampfflugzeuge, U-Boote und tausende Schützenpanzer finanziert werden.
[Bildunterschrift: Putin will unter anderem 600 Kampfflugzeuge anschaffen. ]
Außerdem werde Russland auf die geplante Raketenabwehr des Westens mit der Entwicklung neuer Waffen reagieren. "Wir dürfen andere mit unserer Schwäche nicht in Versuchung führen", schreibt Putin weiter. Auch Russland müsse sein Luft- und Weltraum-Abwehrsystem stärken - in der Frage könne es nicht "zu viel Patriotismus" geben.
Der russischen Außenminister Sergej Lawrow hatte die NATO auf der Münchner Sicherheitskonferenz Anfang Februar vor einem Alleingang bei der Raketenabwehr in Europa gewarnt. Aufrüstung soll Schutz russische Rohstoffe gewährleisten Putin begründete seine Aufrüstungspläne auch mit dem Schutz russischer Rohstoffvorräte: Es könnten schon bald Fragen danach laut werden, ob die nationale Souveränität für Rohstoffe von weltweiter Bedeutung noch gelte.
Putins Äußerungen sind vor dem Hintergrund der anstehenden Präsidentschaftswahlen zu sehen. Am 4. März wird in Russland ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Putin gilt als Favorit. Am Wochenende hatte das Putin-Lager erneut im ganzen Land Zehntausende zu Sympathiekundgebungen mobilisiert. Die Opposition kritisierte, Teilnehmer würden dafür bezahlt, für Putin auf die Straße zu gehen. Auch Gegner Putins hatten am Wochenende demonstriert.
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