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Wirtschaft
Russland will Milliardenprogramm gegen Krise
Milliardenprogramm gegen Wirtschaftskrise

Putin lässt den Rubel rollen

Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: "Die Probleme sind nicht bei uns entstanden." - Russlands Ministerpräsident Putin. ]
Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin setzt der Wirtschaftskrise ein Milliardenprogramm entgegen. Dem Parlament in Moskau stellte er seine Pläne vor, wonach die Regierung 1,4 Billionen Rubel in Bereichen wie dem Bankensektor und bei Sozialprogrammen einsetzen werde. Mit weiteren Maßnahmen wie Steuererleichterungen kämen drei Billionen Rubel zusammen, umgerechnet rund 68 Milliarden Euro.

Bankensystem stabilisiert

"Russland wird die Krise überwinden", sagte Putin und räumte zugleich ein, dass 2009 ein "sehr schwieriges Jahr" werde. Im öffentlichen Wohnungsbau, im Gesundheits- und Bildungssystem habe die Regierung mittlerweile beträchtliche Fortschritte erzielt. Putin zufolge hat das russische Bankensystem das Schlimmste bereits hinter sich, nachdem zuvor ein Kollaps gedroht habe. "Die Gefahr, dass das Bankensystem zusammenbricht, ist gewichen", sagte der Ministerpräsident. Mit staatlicher Unterstützung würden jetzt auch wieder mehr Kredite vergeben.

Putin verteidigte zugleich sein Vorgehen gegen den Vorwurf von Präsident Dimitri Medwedjew, wonach die Regierung zu langsam auf die Krise reagiere. "Die Probleme sind nicht bei uns entstanden", sagte der Ministerpräsident. "Die Lage der russischen Wirtschaft unterscheidet sich aber nicht vom weltweiten Trend."

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Wirtschaftsleistung eingebrochen

Russland steckt in einer schweren Krise, nachdem die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückging. Die Regierung geht offiziell davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 2,2 Prozent schrumpfen wird. Wirtschaftsforscher befürchten dagegen einen Rückgang um bis zu acht Prozent.

Seit Dezember haben mehr als eine Million Russen ihren Arbeitsplatz verloren. Der Rubel büßte etwa ein Drittel seines Wertes im Vergleich zum Dollar ein. Dem größten Land der Erde machen vor allem die sinkenden Weltmarktpreise seiner Exportprodukte Öl, Gas und Metalle sowie die hohe Schuldenlast der Unternehmen zu schaffen.

Stand: 06.04.2009 16:16 Uhr
 

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