Russischer Techniker befestigt in Syrien eine Bombe an einem russischen Kampfjet, Archivbild | Bildquelle: AP

Nach monatelangen Luftangriffen Russland beginnt Teilabzug aus Syrien

Stand: 15.03.2016 10:36 Uhr

Nach der überraschenden Ankündigung von Präsident Putin haben russische Soldaten mit dem Teilabzug aus Syrien begonnen. US-Präsident Obama begrüßte die Entscheidung, forderte Russland aber auf, "noch einen Schritt weiterzugehen".

Russland hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau mit dem angekündigten Abzug seines Militärs aus Syrien begonnen: Die ersten russischen Kampfjets verließen das Land. Eine Staffel aus Suchoi Su-34-Bombern und einer Tupolew Tu-154 sei vom Stützpunkt Hamaimim in der Provinz Latakia in Richtung Russland abgeflogen, teilte das Ministerium mit.

Geplant seien einige Zwischenstopps für Betankung und Wartung, da die Strecke mehr als 5000 Kilometer lang sei. Nach Überqueren der russischen Grenze werde sich die Staffel auflösen und jedes Flugzeug in seinen Heimatstützpunkt zurückkehren.

Russland beginnt Teilabzug aus Russland
tagesschau 12:00 Uhr, 15.03.2016, Golineh Atai, ARD Moskau

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"Aufgabe erfüllt"

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Montag überraschend angekündigt, dass er sechs Monate nach dem Start des russischen Militärengagements in Syrien den Einsatz stoppe. Das Militär habe seine Aufgabe, "Terroristen" zu bekämpfen, weitgehend erfüllt, sagte er zur Begründung. Syriens Staatschef Bashar al-Assad wurde nach Angaben der russischen Regierung über die Entscheidung telefonisch informiert.

Vom Rückzug nicht betroffen sind der russische Marinestützpunkt Tartus und die Flugbasis Hamaimim in der Provinz Latakia. Der Abzug der Truppen bedeute nicht das automatische Ende der Luftangriffe. Exakte Zahlen zur russischen Militärpräsenz in Syrien hält der Kreml geheim.

Mit der überraschenden Maßnahme will Putin nach eigenen Angaben den politischen Gesprächen über die Zukunft des Bürgerkriegslandes Schub geben.

US-Präsident Obama
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US-Präsident Obama begrüßte Russlands Entscheidung.

Positive Reaktionen

International stieß die Entscheidung Russlands weitgehend auf Wohlwollen. In einem Telefongespräch mit Putin habe US-Präsident Barack Obama die Entscheidung begrüßt, wie das Weiße Haus mitteilte. Doch aus Sicht von Obama müsse Russland noch einen Schritt weitergehen und jegliche "Offensivaktionen" und Kampfhandlungen in Syrien einstellen, um die für das Bürgerkriegsland vereinbarte Waffenruhe nicht zu gefährden.

Auch der UN-Sicherheitsrat begrüßte den Schritt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte, Russlands Entscheidung "erhöht den Druck auf das Regime von Präsident Baschar al-Assad, in Genf endlich ernsthaft über einen friedlichen politischen Übergang zu verhandeln".

In Genf wird seit Montag wieder über eine politische Lösung für Syrien gerungen, wo seit 2011 rund 250.000 Menschen ums Leben gekommen sind. Moskau ist einer der engsten Verbündeten Assads und hatte diesen seit Herbst 2015 massiv mit Luftangriffen unterstützt. Eine im Dezember verabschiedete UN-Resolution sieht die Bildung einer Übergangsregierung binnen sechs Monaten, die Ausarbeitung einer Verfassung sowie Parlaments- und Präsidentschaftswahlen binnen 18 Monaten vor.

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