Viererbob aus Russland während der Olympischen Spiele 2014 Sotschi  | Bildquelle: dpa

Doping in Sotschi IOC sperrt weitere russische Athleten

Stand: 27.11.2017 21:31 Uhr

Erneut müssen russische Athleten ihre Medaillen abgeben: Das IOC verhängte gegen fünf Wintersportler lebenslange Olympiasperren. Damit wurden mittlerweile die Resultate von 19 Russen bei den Winterspielen 2014 annulliert.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Viererbob-Olympiasieger Alexej Negodajlo und Dmitri Trunenkow sowie drei weitere russische Wintersportler wegen Dopings lebenslang für alle olympischen Wettbewerbe gesperrt.

Neben den Bob-Piloten suspendierte das IOC die Biathletinnen Olga Wiluchina, zweimalige Olympia-Zweite in Sotschi 2014, und ihre Teamkollegin Jana Romanowa, die mit der Staffel ebenfalls Silber gewonnen hatte. Beide haben ihre aktive Karriere inzwischen beendet. Auch Skeletonfahrer Sergej Tschudinow, Fünfter in Sotschi, wurde lebenslang gesperrt.

Urteilsbegründung in Fall Legkow

Zugleich lieferte das IOC die erste ausführliche Urteilsbegründung im Fall des lebenslang gesperrten Skilanglauf-Olympiasiegers Alexander Legkow. Das IOC sah es demnach als erwiesen an, dass zwei Dopingproben Legkows manipuliert wurden. "Der Nachweis, dass seine Proben wirkungsvoll manipuliert wurden, stellt einen objektiven direkten Beweis dar, dass der Athlet in das System verwickelt war", heißt es in der 46 Seiten umfassenden Begründung.

19 russische Athleten gesperrt

In der vorigen Woche war auch der zweimalige Bob-Olympiasieger Alexander Subkow, zugleich Präsident des russischen Bobverbandes, auf Lebenszeit von Olympischen Spielen ausgeschlossen worden.

Damit hat das IOC bereits für 19 russische Athleten in fünf Sportarten (Bob, Skeleton, Skilanglauf, Eisschnelllauf und Biathlon) lebenslange Sperren verhängt und deren Resultate von den Winterspielen 2014 annulliert. Das IOC begründete die Sanktionen mit "forensischen und analytischen Dopinguntersuchungen" der Kommission unter dem Vorsitz des Schweizers Denis Oswald. Dessen Kommission untersuchte insgesamt 28 Fälle.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 27. November 2017 um 22:00 Uhr.

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