Nach dem Flugzeugabsturz suchen Schiffe nach Wrackteilen und Leichen im Schwarzen Meer nahe Sotschi. | Bildquelle: dpa

Absturz über Schwarzem Meer Rumpf der Tupolew entdeckt?

Stand: 26.12.2016 13:55 Uhr

Taucher haben offenbar im Schwarzen Meer den Rumpf der abgestürzten russischen Militärmaschine entdeckt. Das berichten mehrere russischen Nachrichtenagenturen übereinstimmend. Auch bei der Ursachenforschung machten die Ermittler laut Verkehrsministerium Fortschritte.

Einen Tag nach dem Absturz der russischen Militärmaschine über dem Schwarzen Meer haben Taucher offenbar weitere Wrackteile der abgestürzten Maschine gefunden. Diese befanden sich in 27 Metern Tiefe und rund eine Seemeile von der Küste entfernt, wie mehrere russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Ministerium für Katastrophenschutz meldeten.

Die Passagiermaschine des russischen Verteidigungsministeriums war am Sonntagmorgen kurz nach dem Start in Sotschi verunglückt - an Bord der Tupolew waren 92 Menschen. Das Flugzeug sollte Sänger des traditionsreichen Alexandrow-Armeechors zu einem Konzert nach Syrien bringen. Auch der Leiter des Ensembles, Generalleutnant Waleri Chilalow, kam ums Leben. Die Maschine war auf dem Weg nach Syrien, wo der Armeechor vor dort stationierten russischen Soldaten ein Konzert geben sollte.

Hat Technik versagt?

Inzwischen geht die russische Regierung davon aus, dass die Maschine wegen technischem Versagen oder eines Pilotenfehlers abstürzte. Die Möglichkeit eines Terroranschlags sei weniger wahrscheinlich, sagte der russische Verkehrsminister Maxim Sokolow laut der Nachrichtenagentur RIA. Dem werde daher nicht nachgegangen und die Ermittlungen konzentrierten sich auf technische Mängel oder Pilotenfehler.

Staatstrauer in Russland nach Flugzeugabsturz
tagesschau 20:00 Uhr, 26.12.2016, Golineh Atai, ARD Moskau

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Suche nach Opfern

Die sogenannte Blackbox mit den aufgezeichneten Daten und Tonaufnahmen aus dem Cockpit wurde bislang noch nicht gefunden. Auch nach fehlenden Opfern wird weiter gesucht. Mehr als 40 Schiffe, fünf Hubschraubern und 3500 Mann sind an der Aktion beteiligt. Die ersten zehn geborgenen Todesopfer wurden zur Identifizierung nach Moskau geflogen, wie Vizeverteidigungsminister Pawel Popow sagte.

Für den heutigen Tag ordnete Präsident Wladimir Putin Staatstrauer an. Im ganzen Land wehten Flaggen auf Halbmast. Trauernde legten Blumen am Flughafen von Sotschi und vor dem Alexandrow-Ensemble in Moskau nieder.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Dezember 2016 um 20:00 Uhr.

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