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In Rumänien und der Ukraine sind bei Überschwemmungen und Regenstürmen mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Allein in der Ukraine forderten die Unwetter mindestens 22 Menschenleben. In der Umgebung der Flüsse Prut und Dnjestr beschädigte das Hochwasser in der Ukraine mehr als 21.000 Häuser. Nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzministeriums gelten Tausende Menschen als vermisst. Zehntausende hätten ihre Wohnung verloren. "Das ist eine Tragödie von nie dagewesenem Ausmaß", teilte der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko mit. Er rief die Bürger, Unternehmen und Organisationen auf, den Bedürftigen zu helfen.
[Bildunterschrift: "Das ist eine Tragödie von nie dagewesenem Ausmaß" - der ukrainische Präsident Juschtschenko im Überschwemmungsgebiet. ]
Den Angaben zufolge blieben mehr als 300 Ortschaften zwischenzeitlich ohne Strom. Die Regierung schätze den Schaden auf umgerechnet mehr als 190 Millionen Euro, hieß es. Der stellvertretende Ministerpräsident Oleksandr Turtschinow sprach von der schwersten Hochwasserkatastrophe in der Ukraine seit 100 Jahren. Juschtschenko erklärte die Region zum Katastrophengebiet.
Heftige Überschwemmungen gab es auch in Rumänien. Dabei kamen in der nordwestlichen Region Maramures bislang fünf Menschen ums Leben. In dem Gebiet hatte sich die Lage extrem zugespitzt, als vier Flüsse über die Ufer traten. Mindestens 3000 Menschen waren zwischenzeitlich von den Fluten eingeschlossen. Wie das rumänische Innenministerium berichtete, waren 20.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Landesweit wurden fast 9000 Menschen aus 167 Orten in Sicherheit gebracht.
Im Karpatental überraschten nach fünf Tagen Dauerregen die Wassermassen eine Kleinbahn. Nach Angaben des Betreibers wurden rund 200 Fahrgäste, unter ihnen auch deutsche und Schweizer Urlauber, vorübergehend abgeschnitten. Einige Fahrgäste und Zugpersonal konnten eine 25 Kilometer entfernte Stadt erreichen. Andere wurden vorläufig in Gebirgs-Schutzhütten untergebracht. Die Schmalspurbahn ist den Angaben zufolge auf weiten Abschnitten völlig zerstört.
Meteorologen rechneten in der rumänisch-ukrainischen Grenzregion für weitere 24 Stunden mit Unwettern und deshalb mit weiter ansteigenden Pegelständen.
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