Polizisten vor dem Veranstaltungshaus "Maassilo"

Nach Terrorwarnung in Rotterdam 22-Jähriger soll Anschlag geplant haben

Stand: 25.08.2017 00:06 Uhr

Der in Brabant festgenommene 22-Jährige hatte offenbar einen Terroranschlag in Rotterdam geplant. Das erklärte die niederländische Polizei. Ziel sei die Band Allah Las gewesen. Der zuvor festgenommene Fahrer eines Lieferwagens mit Gasflaschen an Bord wurde wieder freigelassen.

Der Rotterdamer Polizeichef Frank Paauw hat erklärt, ein festgenommener 22-Jähriger sei mutmaßlich "an der Vorbereitung eines Terroranschlags beteiligt" gewesen. Er habe auch eine Terrordrohung verbreitet. Der Niederländer wurde in der Nacht in der Provinz Nordbrabant südlich von Rotterdam festgesetzt. Die Region liegt südlich von Rotterdam und grenzt im Osten an Deutschland und im Süden an Belgien.

"Gefahr ist vorbei"

Sein Haus wurde durchsucht, der Mann von Ermittlern verhört. Medienberichten zufolge handelt es sich um einen niederländischen Staatsbürger. Detaillierte Hinweise der spanischen Polizei hatten zur der Aktion der Anti-Terror-Einheit geführt. "Wir gehen davon aus, dass mit der Festnahme die Gefahr vorbei ist", erklärte Paauw.

Zuvor hatte die Polizei erklärt, sie habe "konkrete Informationen" zu Anschlagsplänen gehabt. Demnach sollte "ein Attentat an diesem Tag, an diesem Ort und auf diese Band verübt werden", wie Paauw sagte.

Ermittlungen nach Terrorwarnung in Rotterdam
tagesschau 16:00 Uhr, 24.08.2017, Michael Grytz, ARD Brüssel

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Spanischer Fahrer freigelassen

Dagegen halten die Ermittler den festgenommenen Fahrer eines verdächtigen Lieferwagens für unverdächtig. Es gäbe keine Verbindung zwischen dem Mann und den Hinweisen auf einen Terroranschlag, gab die Polizei am späten Abend in einer Erklärung bekannt. Er wurde inzwischen freigelassen.

Die Durchsuchung seiner Wohnung hatte laut Ermittlern keine Verbindung zu der Terrorwarnung zutage gefördert. Die Gasflaschen in seinem Lieferwagen habe der Spanier, ein Wartungstechniker, mit seinem Beruf erklären können. Auch nach Einschätzung spanischer Anti-Terror-Experten hat der Mann keinerlei Verbindungen zu der Terrorzelle von Barcelona.

Warnung aus Spanien

Die Behörden hatten gestern Abend ein Rockkonzert im Club Maassilo abgesagt. Grund war ein Hinweis der spanischen Polizei. In der Nähe des Auftrittsorts war der Lieferwagen mit spanischen Kennzeichen und mehreren Gasflaschen an Bord gefunden worden. Da die Terrorzelle in Katalonien mehr als 120 Gasflaschen für Anschläge gehortet hatte, befürchteten die Ermittler zunächst eine Verbindung zu den Extremisten in Spanien.

Für die Rockband Allah Las war es gestern Abend in Rotterdam nicht das erste Mal, dass sie nicht auftreten konnte. Bereits im vergangen Jahr sagte ein Veranstalter in der Türkei kurzfristig den Auftritt ab, weil er um die Sicherheit der Band aus Los Angeles und der Zuhörer fürchtete. Wegen ihres Namens werden die Allah Las seit geraumer Zeit von Muslimen aus aller Welt angefeindet. Der Sänger, Miles Michaud, erklärte, eine Herabwürdigung des Islam sei "absolut nicht unsere Absicht gewesen" - man habe einfach einen heilig klingenden Namen gesucht.

Gig in Warschau

Heute spielt die Band ein Konzert in Polen - unter Polizeischutz. Man habe zwar keine Informationen über eine Bedrohung des Konzerts im Musikclub Niebo im Zentrum Warschaus, sagte Polizei-Sprecher Robert Szumiata. Dennoch würden Beamte die Sicherheit der Besucher und der Band gewährleisten.

Mit Informationen von Ralph Sina, ARD-Studio Brüssel

Rotterdam: 22-jähriger Verdächtiger ist offenbar Urheber der Terrorwarnung
Simone Thielmann, ARD Brüssel
24.08.2017 17:16 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. August 2017 um 16:00 Uhr.

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