In Rotterdam gab es vor einem Konzert eine Terrorwarnung. | Bildquelle: AP

Niederlande Konzert in Rotterdam nach Terrorwarnung abgesagt

Stand: 24.08.2017 05:24 Uhr

In Rotterdam hat die Polizei wegen einer Terrorwarnung ein Konzert abgesagt. In der Nähe des Veranstaltungsorts wurde ein Lieferwagen mit Gasflaschen und spanischem Kennzeichen entdeckt. Inzwischen scheint klar, dass es keine Verbindung zu den Anschlägen in Barcelona und Cambrils gibt.

Am Abend ist ein Konzert der US-Rockband Allah-Las in Rotterdam wegen einer Terrorwarnung abgesagt worden. Die Hinweise seien von der spanischen Polizei gekommen, sagte Rotterdams Bürgermeister Ahmed Aboutaleb.

Die Polizei nahm den Fahrer eines Transporters mit spanischem Kennzeichen vorläufig fest; in dem Fahrzeug wurden mehrere Gasflaschen gefunden. Der Festgenommene wurde laut Aboutaleb befragt, Spezialeinsatzkräfte des Militärs untersuchten den Transporter. Eine Verbindung zu den Anschlägen in Spanien in der vergangenen Woche gab es nach Angaben der niederländischen Anti-Terror-Behörde zunächst nicht.

Terrorwarnung in Rotterdam
Morgenmagazin 05:30 Uhr, 24.08.2017, Eva Mommsen, WDR

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Bandname in der Kritik

Die Polizei teilte mit, sie habe die Warnung ernst genommen und nach einem Gespräch mit den Organisatoren sei entschieden worden, das Konzert abzusagen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Veranstaltung noch nicht begonnen. Es konnte zunächst nicht gesagt werden, ob die Festnahme in Verbindung mit der Terrorwarnung für das Konzert stand.

Die Terrorwarnstufe in den Niederlanden befindet sich derzeit auf Level vier von fünf. Diese werde beibehalten, teilte der Sprecher des Leiters der niederländischen Anti-Terror-Behörde, Lodewijk Hekking, der Nachrichtenagentur AP mit.

Allah-Las ist eine Band aus Los Angeles. Die Musiker sagten der britischen Zeitung "The Guardian" vergangenes Jahr in einem Interview, dass sie sich für das Wort Allah entschieden hätten, weil sie einen Bandnamen wollten, der heilig klinge, und ihnen sei nicht bewusst gewesen, dass er Anstoß erregen könnte. "Wir erhalten E-Mails von Muslimen, hier in den USA und der ganzen Welt, die sagen, dass sie sich gekränkt fühlten, aber das war absolut nicht unsere Absicht", sagte Frontsänger Miles Michaud.

Über dieses Thema berichtete am 24. August 2017 die tagesschau um 02:08 Uhr und das ARD-Morgenmagazin um 05:39 Uhr.

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