Cristiano Ronaldo | Bildquelle: dpa

Ronaldo vor Gericht "Ich habe niemals etwas verborgen"

Stand: 31.07.2017 17:29 Uhr

Die Journalisten warteten vergeblich: Blicken ließ sich Ronaldo nach seiner Anhörung in Madrid nicht. In einem Kommuniqué des Gerichts heißt es jedoch, er weise die Vorwürfe zurück. Er habe nie Steuern hinterzogen, so der Weltfußballer.

Cristiano Ronaldo hat bei der Anhörung vor Gericht in Madrid erklärt, nie Steuern hinterzogen zu haben. "Ich habe niemals etwas verborgen und auch niemals die Absicht gehabt, Steuern zu hinterziehen", sagte der Fußballprofi von Real Madrid laut eines verbreiteten Kommuniqués des Gerichts. Ronaldo habe betont, dass die Finanzbehörden "alle meine Einnahmen im Detail kennen, da ich sie immer angegeben habe." Der Mitteilung zufolge sagte er weiter: "Wer mich kennt, der weiß, dass ich meine Berater darum bitte, dass sie immer alles pünktlich erledigen und alles korrekt zahlen, weil ich keine Probleme haben möchte."

Die Befragung des Fußballers war mit Spannung erwartet worden. Gegen ihn steht der Vorwurf der Steuerhinterziehung in Höhe von 14,7 Millionen Euro im Raum. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe.

200 Journalisten warteten vergeblich

Ronaldo selbst ließ sich vor den anwesenden Journalisten nicht blicken, der Termin fand hinter verschlossenen Türen statt. Mehr als 200 Medienvertreter hatten vor dem Gerichtsgebäude gewartet, mussten sich dann aber mit einer kargen Auskunft seines Sprechers begnügen. Alles sei in Ordnung, sagt der nur. "Ronaldo ist schon auf dem Weg nach Hause." Der Portugiese hatte das Gebäude nach der Anhörung durch einen abgeschirmten Hintereingang verlassen.

In der Befragung hatte Ronaldo dem Kommuniqué zufolge vor der Richterin auch die Anschuldigung zurückgewiesen, er habe bei seinem Wechsel von Manchester United nach Spanien ein Unternehmensgeflecht zur Steuerhinterziehung geschaffen. Dabei geht es um Einnahmen aus Bildrechten, die er am spanischen Fiskus vorbeigeschleust haben soll. "Als ich bei Real Madrid unterschrieben habe, habe ich keine spezielle Struktur kreiert, um meine Bildrechte zu verwalten", so der Portugiese. "Ich habe vielmehr jene Struktur beibehalten, die ich schon in England hatte." Diese habe er schon seit 2004, sie sei in England von den zuständigen Behörden als "legal und legitim" anerkannt worden.

Die Untersuchungsrichterin hat nun bis zu 18 Monate Zeit, um über die Eröffnung eines Strafprozesses gegen den 32-Jährigen zu entscheiden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. Juli 2017 um 12:00 Uhr.

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