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Romney und Ryan

Designierter Kandidat der Republikaner wählt Vize

Romney tritt mit Ryan gegen Obama an

Der designierte republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat den Kongressabgeordneten Paul Ryan zu seinem Vizekandidaten ernannt. Wie angekündigt verschickte Romneys Wahlkampfteam den Namen des Vize zunächst via Smartphone-App an die Unterstützer Romneys. Die offizielle Vorstellung des "running mate" soll noch am Nachmittag (MESZ) erfolgen.

Dazu wurde in Norfolk im Bundesstaat Virginia eine symbolträchtige Veranstaltung auf dem ausgemusterten Kriegsschiff "USS Wisconsin" angekündigt - Ryan stammt aus dem Bundesstaat Wisconsin. Die Entscheidung über den republikanischen Vizekandidaten war von vielen Medien und potenziellen Wählern mit Spannung erwartet worden.

Romney ernennt Ryan zum Vize
R. Sina, WDR Washington
11.08.2012 15:30 Uhr

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Bekannt für radikale Kürzungen

Ryan ist 42 Jahre alt und gilt als Nachwuchsstar der republikanischen Partei. Er wurde bereits sieben Mal ins Repräsentantenhaus gewählt. Dort kümmert er sich federführend um die Haushaltspolitik. Zudem sitzt der Abgeordnete aus Wisconsin seit 1999 im Kongress.

Wie die ARD-Hörfunkkorrespondentin Sabrina Fritz berichtet, bescheinigen ihm auch politische Gegner exzellente Kenntnisse als Haushaltspolitiker. So habe Ryan einen Sparplan vorlegt, der vor allem Kürzungen bei den Sozialausgaben vorsieht, die Konjunktur aber nicht gefährde. Sein "Weg zu mehr Wohlstand" fand in Washington große Beachtung.

Allerdings hat der Plan keine Chance den Senat zu passieren, in dem die Demokraten von Präsident Barack Obama die Mehrheit halten.

Hoffnungsträger der streng Konservativen

Mit Ryan stellt Romney seine Wirtschaftskompetenz noch stärker in den Mittelpunkt des Wahlkampfs. Vizekandidat Ryan könnte im Wahlkampf zu einer Grundsatzdebatte über die Zukunft der US-Haushaltspolitik führen. Seine Nominierung ist auch eine klare Kampfansage an Obama, weil der Streit über Staatsausgaben Demokraten und Republikaner bislang besonders gespalten hat.

Ryan gilt als Hoffnungsträger der streng konservativen Parteibasis - wie der "Tea Party"-Bewegung - und könnte für Romney gerade bei ihnen Stimmen holen.

Obama warnt vor "rücksichtsloser Wirtschaftspolitik"

US-Präsident Barack Obama reagierte bereits auf die Kür Ryans und kritisierte dessen Planungen zur Steuer- und Sozialpolitik. Ryan wolle die Steuern für Reiche senken und gleichzeitig der Mittelschicht und den Rentnern neue Lasten aufbürden, hieß es in einer Mitteilung von Obamas Wahlkampfteam. Zudem habe der Republikaner als Kongressabgeordneter die "rücksichtlose Wirtschaftspolitik" von Ex-Präsident George W. Bush mitgetragen, die zu hohen Staatsschulden und einem Zusammenbruch der Konjunktur geführt habe. Sollten Ryan und Romney im November ins Weiße Haus gewählt werden, würden beide diese "katastrophalen Fehler" wiederholen.

Romneys offizielle Nominierung naht

Romney startet bald seine Wahlkampftour per Bus durch vier Bundesstaaten. North Carolina, Virginia, Florida und Ohio sind von Demokraten wie Republikanern heiß umkämpft. Diesen Staaten kommt deshalb eine Schlüsselrolle bei der Wahl zu. Ende August soll Romney auf dem Parteitag der Republikaner in Tampa im Bundesstaat Florida offiziell zum Herausforderer von Obama gewählt werden.

Stand: 11.08.2012 16:28 Uhr

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