Das Bild zeigt eine Spritze vor dem Wort Doping | Bildquelle: dpa

Vor Olympischen Spielen Brasilien setzte Tests für Athleten aus

Stand: 06.08.2016 01:57 Uhr

Die Spiele sind eröffnet, das Thema Doping bleibt: Einem Bericht der britischen "Times" zufolge wurden die Athleten des Gastlandes Brasilien von Anfang bis nahezu Ende Juli nicht auf illegale Substanzen getestet. Die Welt-Anti-Doping-Agentur reagierte empört.

Zeitgleich mit dem Start der Olympischen Spiele gibt es offenbar Ärger um fehlende Dopingkontrollen bei den Athleten des Gastgeberlandes. Wie die britische "Times" berichtete, hatte Brasilien kurz vor Beginn der Wettkämpfe die Tests für die eigenen Athleten für fast einen Monat ausgesetzt. Bei den Spielen tritt Brasilien mit seiner bisher größten Mannschaft an - 465 Athleten sind für die Teilnahme an Olympia nominiert.

Zwischen dem 1. und dem 24. Juli sollen die brasilianischen Teilnehmer demnach nicht auf leistungssteigernde Substanzen getestet worden sein. Das Sportministerium des Landes habe diese Angaben bestätigt. Über diesem Zeitraum war das Doping-Kontrolllabor in Rio von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) suspendiert gewesen.

WADA-Direktor Rob Koehler nannte den Stopp der Tests "nicht akzeptabel". Seine Agentur habe einen Beschwerdebrief an das brasilianische Sportministerium und die Nationale Anti-Doping-Agentur des Landes geschickt, um eine Erklärung einzufordern. Gleichzeitig habe die WADA ihre Anti-Task-Force informiert, die auch für die vorolympischen Kontrollen im Auftrag des Internationalen Olympischen Komitees zuständig ist.

Erste Doping-Verdachtsfälle noch vor Eröffnung

Doch die ersten Verdachtsfälle von Doping kommen weder aus dem vom Vorwurf des Staatsdopings belasteten Russland, noch aus Brasilien. Eine Schwimmerin aus Griechenland und ein Gewichtsheber aus Zypern wurden noch vor der Eröffnung von Olympia von den Spielen ausgeschlossen. Das bestätigten sowohl das Griechische Olympische Komitee (HOC) als auch das Nationale Olympische Komitee aus Zypern.

Wie die Athener Tageszeitung "Kathimerini" berichtete, habe das HOC die unter Verdacht stehende Sportlerin bereits aufgefordert, ihre Sachen zu packen und die Heimreise anzutreten. Auch ein griechischer Teilnehmer der Paralympics sei positiv getestet worden.

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