Flüchtlinge in dem Lager Tariq al-Matar in der Nähe der libyschen Hauptstadt Tripolis | Bildquelle: AFP

Aufnahme von Flüchtlingen Deutschland erfüllt Zusage bisher nicht

Stand: 23.01.2018 09:51 Uhr

40.000 Flüchtlinge wollte Europa aus Flüchtlingslagern in Nordafrika und dem Nahen Osten aufnehmen. Doch bisher hat Deutschland seine Zusage nicht erfüllt. Nun läuft eine weitere Frist ab.

Deutschland hat für 2018 trotz Zusage bisher keine Plätze für Flüchtlinge zur Umsiedlung aus den Lagern des UN-Flüchtlingswerks UNHCR in Nordafrika und dem Nahen Osten angeboten. "Die Bundesregierung hat bislang noch keine Entscheidung über die künftige Aufnahme im Wege des Resettlement getroffen", heißt es in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion, die der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vorliegt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte den Vereinten Nationen Mitte 2017 insgesamt 40.000 Umsiedlungsplätze in Europa angeboten. Davon hätte Deutschland einen Anteil entsprechend seiner Größe übernehmen sollen. Die deutsche Anmeldung hätte dem Bericht zufolge bis Oktober erfolgen sollen. Eine weitere Frist laufe im Februar ab.

Flüchtlinge in dem Lager Tariq al-Matar in der Nähe der libyschen Hauptstadt Tripolis | Bildquelle: AFP
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Flüchtlinge in dem Lager Tariq al-Matar in der Nähe der libyschen Hauptstadt Tripolis

Grüne: Nullnummer bei Umsiedlungen

Für 2018 drohe nun wegen der schleppenden Regierungsbildung "eine Nullnummer bei der wichtigen Resettlement-Aufnahme", kritisierte die Grünen-Abgeordnete Luise Amtsberg gegenüber der "Rheinischen Post". Frankreich habe bereits gut 10.000 Plätze für Flüchtlinge aus UNHCR-Lagern angemeldet, Großbritannien knapp 8000 und Schweden 8750.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. Februar 2018 um 01:00 Uhr.

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