Trauer um die Opfer des Anschlags in Paris. | Bildquelle: dpa

Reporter ohne Grenzen 2015 wurden 110 Journalisten getötet

Stand: 29.12.2015 11:19 Uhr

Sie starben bei ihrer Arbeit in den Kriegsländern Irak und Syrien, sie wurden beim Anschlag auf die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" in Paris ermordet: 2015 wurden insgesamt 110 Journalisten getötet - so die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen.

Der Irak und Syrien waren 2015 die gefährlichsten Länder für Journalisten, so die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen in ihrem Jahresbericht. Jeweils neun Berichterstatter starben in den beiden Ländern, zum Beispiel in der syrischen Stadt Aleppo. Journalisten, die sich dort ein Bild von der Bürgerkriegssituation machen wollen, gerieten zwischen alle Fronten. Im irakischen Mossul wurden Reporter vom "Islamischen Staat" entführt, vertrieben und ermordet. Auch im Jemen starben mindestens sechs Journalisten.

Tote Journalisten auch in Frankreich

"Obwohl dies überwiegend Kriegsländer sind, ist eher der Anschlag auf die Zeitschrift "Charlie Hebdo" charakteristisch für die globale Entwicklung: Fast zwei Drittel der weltweit getöteten Journalisten starben in diesem Jahr außerhalb kriegerischer Konflikte," so Reporter ohne Grenzen. Im zu Ende gehenden Jahr gehört auch Frankreich aufgrund des Angriffs auf die Mitarbeiter der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" im Januar zu den Ländern, in denen 2015 Journalisten bei der Ausübung ihres Berufs getötet wurden. Acht Journalisten starben.

Gefährlich ist die Arbeit auch für Reporter in Indien - wenn sie dort über die Verbindungen zwischen organisiertem Verbrechen und Politik oder über heikle Umwelt-Themen recherchierten. In Bangladesch haben mutmaßliche Islamisten innerhalb eines Jahres vier Blogger ermordet.

"In viel zu vielen Ländern riskieren Journalisten ihr Leben, wenn sie über brisante Themen recherchieren oder die Mächtigen kritisieren", erläutert Reporter-ohne-Grenzen-Vorstandssprecherin Britta Hilpert. 110 Journalisten wurden 2015 weltweit getötet - mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl zeige, dass bislang die internationalen Bemühungen ins Leere laufen, gezielt Gewalt gegen die Berichterstatter zurückzudrängen.

Britta Hilpert, Vorstand Reporter ohne Grenzen, mit Informationen zu den getöteten Journalisten
tagesschau24 11:15 Uhr, 29.12.2015

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