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21.11.2009

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Ausland

US-Reisewarnung und erhöhte Sicherheitsvorkehrungen

Terrordrohungen gegen Deutschland

US-Reisewarnung und erhöhte Sicherheitsvorkehrungen

Die USA haben eine Reisewarnung für Deutschland ausgegeben. Das Außenministerium in Washington riet Bürgern der Vereinigten Staaten, sie sollten bei einem Aufenthalt in Deutschland in der Zeit rund um die Bundestagswahl am Sonntag besondere Vorsicht walten lassen, auf ihre Sicherheit achten und sich nicht auffallend verhalten. Dies gelte besonders bei Besuchen öffentlicher Plätze, Veranstaltungen oder bei Hotel- und Restaurantbesuchen.

Hinweise der CIA auf Anschläge

Polizist vor dem Kurhaus in Baden-Baden (Foto: AP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Nach den Terrorwarnungen wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. ]
Deutsche Geheimdienste befürchten laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung Anschläge mit Boden-Luft-Raketen auf Passagierflugzeuge in Deutschland. Das Blatt berichtet unter Berufung auf Sicherheitskreise, als besonders bedroht gelte der Rhein-Main-Flughafen Frankfurt, aber auch Ziele in Berlin und München könnten bedroht sein. Den Angaben zufolge wurden die Sicherheitsvorkehrungen an den großen Flughäfen in der Bundesrepublik bereits erhöht.

Der US-Geheimdienst CIA habe in den letzten Wochen mehrere Telefonate von Al Kaida abgefangen, berichtete das Blatt weiter. Aufgrund der CIA-Erkenntnisse würden deutsche Sicherheitsexperten die Gefahr eines Anschlages unmittelbar vor oder nach der Bundestagswahl als "dramatisch" einschätzen. "Wir wissen nicht wann und wo - aber es wird mit großer Wahrscheinlichkeit etwas passieren", zitiert "Bild" einen hochrangigen Sicherheitsexperten. Laut der Hinweise aus US-Quellen könnten Terroristen versuchen, über Frankfurt am Main oder einer anderen deutschen Großstadt einen Jumbo-Jet zum Absturz zu bringen. Der Bundesnachrichtendienst (BND) gehe davon aus, dass Al Kaida über schultergestützte Boden-Luft-Lenkwaffen etwa aus Taliban-Beständen verfüge, heißt es weiter. Diese könnten auf dem Land- oder Seeweg nach Deutschland gelangt sein.

Bundesregierung nimmt Drohungen ernst

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hatte nach den jüngsten Videodrohungen gegen Deutschland vor Panikmache gewarnt. "Wir setzen uns nicht in den Zustand der Erregung, den die Terroristen durch Anschläge erzielen wollen", hatte er Montag gesagt. Die Drohungen seien allerdings ernst zu nehmen, gerade "in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Bundestagswahl". Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich zuversichtlich, dass die deutschen Behörden gut gewappnet seien. "Die deutschen Sicherheitsbehörden tun alles, um die Sicherheit der deutschen Bevölkerung zu gewährleisten." Die aktuellen Warnungen vor möglichen Anschlägen soll aber nichts mit den jüngsten Videodrohungen zu tun haben.

Stand: 24.09.2009 09:53 Uhr
 

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