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28.05.2012

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Ausland
Gemeinschaft will beim Demokratieaufbau in Libyen helfen
Reaktionen auf Rebellenoffensive in Tripolis

Internationale Gemeinschaft will beim Aufbau helfen

Regierungsvertreter mehrerer Staaten haben sich erfreut über die Erfolge der libyschen Rebellen geäußert. Nach deren Vormarsch bis nach Tripolis forderten sie Machthaber Muammar al Gaddafi auf, sofort zurückzutreten, um weiteres Blutvergießen zu vermeiden. Zugleich sicherten sie dem Übergangsrat ihre Hilfe zu.

EU-Außenbeauftragte Ashton (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: EU-Außenbeauftragte Ashton lobt den Mut der Gaddafi-Gegner. (Archiv) ]
Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton rief den Übergangsrat zur Wahrung der Menschenrechte beim Wiederaufbau des Landes auf. Er müsse den Schutz der Zivilbevölkerung sicherstellen. Zugleich lobte sie "den Mut jener, die gekämpft haben, um dies möglich zu machen".

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, die Vereinten Nationen würden dem Land beim Aufbau einer demokratischen Gesellschaft nach Kräften helfen. "Es ist nun äußerst wichtig, dass der Konflikt ohne weitere Verluste von Menschenleben beendet wird", ergänzte er. Zugleich kündigte er noch für diese Woche ein internationales Gipfeltreffen an. Teilnehmen sollten Vertreter von Europäischer Union, Afrikanischer Union, der Arabischen Liga und weiterer regionaler Organisationen.

Der britischen Premierminister David Cameron forderte Gaddafi nach einem Treffen des Nationalen Sicherheitsrates in London auf, die Kämpfe zu beenden. Der NATO-Einsatz zum Schutz von Zivilisten werde auch nach einem möglichen Sieg der Rebellen weiterlaufen, erklärte er.

Schnelles Ende des Regimes erwartet

Auch die NATO rechnet mit einem schnellen Ende des Regimes. "Das Gaddafi-Regime bröckelt eindeutig", sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und fügte hinzu: "Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, ein neues Libyen zu schaffen".

Frankreich schlug ein Treffen der Libyen-Kontaktgruppe vor, das schon kommende Woche stattfinden könnte. Dabei könne ein Plan für das weitere Vorgehen der internationalen Gemeinschaft an der Seite des oppositionellen Übergangsrates ausgearbeitet werden.

"Die Zukunft Libyens liegt in der Hand des Volkes"

US- Präsident Obama bei einer Rede am 22. Juni 2011 (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: US-Präsident Obama ruft zur Versöhnung in Libyen auf. ]
US-Präsident Barack Obama hat vor Vergeltung und Gewalt in Libyen gewarnt. Angesichts des sich abzeichnenden Sieges der Rebellen mahnte er zu Versöhnung und Demokratie. Zugleich machte er klar, dass der bisherige Machthaber Muammar al Gaddafi noch nicht endgültig vertrieben sei: "Es ist noch nicht vorbei", sagte Obama in einer von den großen amerikanischen TV-Sendern ausgestrahlten Audio-Botschaft. Noch hätten die Rebellen den Machtkampf in Tripolis nicht endgültig gewonnen.

Zwar sei die Lage in dem nordafrikanischen Land noch unübersichtlich. "Doch so viel ist klar: Das Gaddafi-Regime ist am Ende und die Zukunft Libyens liegt in der Hand des Volkes."

Zugleich rief Obama Gaddafi auf, die Macht endgültig abzugeben. Er nannte ihn einen "Tyrannen". Er könne jetzt aber weiteres Blutvergießen verhindern, indem er die Regierungstruppen zurückziehe.

Stand: 22.08.2011 22:29 Uhr
 

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