Bilder von Nordkoreas Waffentest im nordkoreanischen TV | Bildquelle: REUTERS

Nach Provokation Nordkoreas UN-Sicherheitsrat verurteilt Atomtest

Stand: 07.01.2016 09:02 Uhr

Der Atomwaffentest von Nordkorea stößt weiter auf internationale Kritik. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den Test und kündigte Konsequenzen an. Die USA erwägen offenbar, Flugzeuge und ein Atom-U-Boot nach Südkorea zu verlegen.

Nach dem von Nordkorea gemeldeten Test einer Wasserstoffbombe hat der UN-Sicherheitsrat weitreichende Sanktionen gegen das Land angekündigt. Die Mitglieder des Gremiums verurteilten den Test scharf. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon warnte, der Atomtest destabilisiere die Sicherheit in der Region. Mit dem Test verstößt Nordkorea gegen vier frühere Resolutionen des UN-Sicherheitsrats.

Auch die USA und Südkorea kündigten nach der Provokation Nordkoreas harte Sanktionen an. US-Präsident Barack Obama und Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye vereinbarten in einem Telefonat, dass Nordkorea den "angemessenen Preis" für seinen Atomtest zahlen müsse. Obama habe die Notwendigkeit unterstrichen, dass Nordkorea mit den "stärksten und umfassendsten Sanktionen" bestraft werden müsse, teilte die südkoreanische Regierung mit. Obama werde eng mit Südkorea zusammenarbeiten, um dieses Ziel zu erreichen.

Reaktionen auf Nordkoreas Atomtest
tagesschau24 09:00 Uhr, 07.01.2016, Andreas Caspari, ARD-aktuell

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B-52-Bomber nach Südkorea?

Wie diese Zusammenarbeit aussehen könnte, darüber berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Seoul. Demnach haben Südkoreas Generalstabschef Lee Sun Jin und der Befehlshaber der US-Streitkräfte Korea (USFK), Curtis Scaparrotti, über die Verlegung strategischer Waffen der USA nach Südkorea gesprochen. Dazu gehörten etwa die mögliche Verlegung eines Atom-U-Boots, eines B-52-Langstreckenbombers oder von Jagdflugzeugen des Typs F-22.

Südkorea schließt Industriepark Kaesong

Auch Südkorea kündigte erste Konsequenzen an: Der Zugang zum gemeinsam mit Pjöngjang betriebenen Industriepark Kaesong werde eingeschränkt, teilte das Ministerium für Wiedervereinigung in Seoul mit. Demnach ist das Areal an der Grenze zu Nordkorea fortan für Besucher tabu, die dort nicht direkt mit Gewerbeaktivitäten zu tun haben. Betroffen sind Kunden, potenzielle Käufer und Dienstleister der 120 südkoreanischen Unternehmen in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong. Der Industriepark, in dem überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen mit billiger Arbeitskraft aus Nordkorea Waren wie Uhren und Modegüter herstellen, ist das letzte große innerkoreanische Projekt aus der Zeit der Annäherung.

Nordkorea testet angeblich eine Wasserstoffbombe | Bildquelle: dpa
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Nordkorea testet angeblich eine Wasserstoffbombe

Zweifel an Test einer Wasserstoffbombe

Der Test vom Mittwoch wäre der vierte Nordkoreas seit 2006 und der erste, bei dem eine Wasserstoffbombe gezündet wurde. Experte hegen daran allerdings Zweifel. Der südkoreanische Geheimdienst erklärte, Pjöngjang habe eher eine Atom- als eine Wasserstoffbombe getestet. Darauf deute die relativ geringe Stärke des Erdbebens im Nordosten des Landes hin, das der Test ausgelöst habe, sagte der Abgeordnete Lee Cheol Woo. Die US-Regierung teilte ebenfalls mit, eine erste Analyse der Erderschütterung stimme nicht mit der Mitteilung Nordkoreas über eine H-Bombe überein.

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