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Reaktionen auf den Tod Armstrongs
Die Welt trauert um den Mann im Mond
Als Neil Armstrong 1969 mit der Fähre "Eagle" auf dem Mond landete, verfolgten Millionen Menschen rund um den Erdball das Ereignis gebannt auf dem Fernseher. Der erste Schritt auf der Oberfläche war somit ganz sicher "ein großer Sprung für die Menschheit", wie Armstrong es formulierte. Der Astronaut, zeitlebens bescheiden und eher selten in der Öffentlichkeit zu sehen, inspirierte eine ganze Generation - und blieb bis zum heutigen Tag eine Legende.
Erster Mann auf dem Mond stirbt im Alter von 82 Jahren
tagesschau 20:00 Uhr, 26.08.2012, Heribert Roth, ARD Washington
Entsprechend tief ist die Trauer über den Tod des 82-Jährigen: US-Präsident Barack Obama würdigte Armstrong als "einen der größten amerikanischen Helden - nicht nur zu seiner Zeit, sondern für alle Zeiten". "Als er und seine Crew 1969 mit der Apollo 11 gestartet sind, nahmen sie die Sehnsucht einer ganzen Nation mit", so Obama weiter. Ähnlich äußerte sich Obamas Herausforderer Mitt Romney: Armstrong sei "ein wahrer Held", sagte der Republikaner, als ihn die Nachricht auf einer Wahlkampftour erreichte.
"Für immer in den Geschichtsbüchern"
Auch bei der US-Weltraumbehörde NASA ist man tief betroffen über den Verlust des Freundes und Kollegen. Die Organisation ehrt den "Mann im Mond" unter anderem mit einem großformatigen Foto des Astronauten auf der Website. NASA-Chef Charles Boldon ist sich sicher: Der Astronaut werde für immer in den Geschichtsbüchern zu finden sein. Und Buzz Aldrin, nach Armstrong der zweite Mann auf dem Mond, erklärte: "Ich weiß, dass Millionen von Menschen auf der ganzen Welt mit mir um diesen wahren amerikanischen Helden trauern, den besten Piloten, den ich kannte".
Auf einer Stufe mit Kolumbus oder Marco Polo
Ulf Merbold, der 1983 nach Sigmund Jähn als zweiter Deutscher ins All geflogen war, zeigte sich ebenfalls tief betroffen über den Tod des Weltraumpioniers: "Er war einer der ganz Großen der Menschheitsgeschichte", sagte Merbold. Armstrong stehe auf einer Stufe mit Entdeckern wie Kolumbus oder Marco Polo. Regierungen in aller Welt kondolierten, darunter etwa Deutschland und Frankreich.
Und Armstrongs Familie empfahl in einer schriftlichen Mitteilung: "Ehren Sie seinen beispielhaften Dienst, seine Leistung und Bescheidenheit, und wenn Sie das nächste Mal in einer klaren Nacht nach draußen gehen und der Mond zu Ihnen runter lacht, denken Sie an Neil Armstrong und zwinkern Sie ihm zu."
Stand: 26.08.2012 15:13 Uhr
