Polizist in BRüssel

Elf Festnahmen Anti-Terror-Razzia in Brüssel

Stand: 08.02.2017 18:52 Uhr

Bei einer Anti-Terror-Razzia in Brüssel sind elf Menschen vorläufig festgenommen worden. Nach Angaben der Behörden zielte die Polizeiaktion auf mutmaßliche Dschihadisten, die aus Syrien zurückgekehrt waren. Waffen oder Sprengsätze wurden aber nicht gefunden.

Die belgische Polizei hat bei Razzien in Brüssel elf Terrorverdächtige festgenommen. In verschiedenen Teilen der belgischen Hauptstadt seien neun Häuser durchsucht worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Darunter waren auch Unterkünfte in Molenbeek, dem Stadtteil, aus dem mehrere der Attentäter der Anschläge von Paris und Brüssel stammten.

Die Razzien zielten den Angaben zufolge auf mutmaßliche Dschihadisten ab, die aus Syrien zurückgekehrt seien. Waffen oder Sprengsätze wurden demnach nicht gefunden. Die elf Festgenommenen würden nun befragt. Der Fall stehe aber nicht in Verbindung mit den Anschlägen von Paris im November 2015 und in Brüssel im März 2016.

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Die Behörden in Belgien sind seit den Anschlägen im vergangenen Jahr in Brüssel in erhöhter Alarmbereitschaft. Am 22. März 2016 waren bei islamistischen Anschlägen am Flughafen und in einem U-Bahnhof im EU-Viertel 32 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden. In den vergangenen Jahren wurden in Belgien mehrere Menschen inhaftiert, die Dschihadisten für Kämpfe für die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" in Syrien rekrutiert hatten.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 08. Februar 2017 um 19:24 Uhr

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