Der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi bei seinem Besuch in Ramadi | Bildquelle: AP

Nach Vertreibung des IS Iraks Premier feiert Sieg in Ramadi

Stand: 29.12.2015 17:05 Uhr

Iraks Ministerpräsident Abadi feiert bei einem Überraschungsbesuch in Ramadi die Vertreibung der Terrormiliz IS aus der Stadt. Nach seinen Worten soll 2016 das Jahr werden, in dem der IS im Irak endgültig besiegt wird.

Nach der Rückeroberung großer Teile Ramadis von der Terrormiliz "Islamischer Staat" ist der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi überraschend in der Provinzhauptstadt eingetroffen.

Wie das Staatsfernsehen berichtete, landete er in einem Hubschrauber auf dem Gelände der Universität von Anbar am südlichen Rand der Stadt. Der irakische General Ahmed al-Belawi sagte der Nachrichtenagentur AP, Abadi habe sich mit Sicherheitskräften und Vertretern der Provinzregierung getroffen. Der Ministerpräsident beglückwünschte die Armee zu ihrem Sieg.

Irakische Truppen erobern offenbar Zentrum von Ramadi zurück
tagesthemen 23:15 Uhr, 28.12.2015, Thomas Aders, ARD Kairo

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Ramadi seit Mai in den Händen des IS

Abadi hatte am Montag die Rückeroberung Ramadis bekannt gegeben. Die Stadt war im Mai in die Hände des IS gefallen. Für die Armee ist der Sieg in Ramadi ein wichtiger und langersehnter Erfolg. 2016 soll nach den Worten Abadis das Jahr werden, in dem der IS im Irak endgültig besiegt wird.

Der Gouverneur der Provinz Al-Anbar, Soheib Alrawi, sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), geflohene Bewohner der Stadt sollen bereits in den kommenden Tagen dorthin zurückkehren. Allein aus Ramadi waren nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) 276.000 Iraker vertrieben worden. Die meisten suchten in der etwas mehr als 100 Kilometer östlich von Ramadi gelegenen Hauptstadt Bagdad Zuflucht.

Irakische Truppen versuchen nun, Ramadi vollständig unter ihre Kontrolle zu bringen. "Das Militär führt Säuberungsaktionen in Ramadi durch und wird in neue Gebiete vorrücken, um sie von den Terroristen zu befreien", sagte ein Polizeisprecher der dpa. Viele Dschihadisten seien wahrscheinlich bereits in Richtung der Extremisten-Hochburg Falludscha, die etwa 50 Kilometer östlich von Ramadi auf halber Strecke nach Bagdad liegt, geflohen. In Ramadi seien noch Sprengfallen der Dschihadisten zurückgeblieben, die entschärft werden müssten.

Die IS-Miliz hatte im Sommer 2014 weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Sie beherrscht zudem große Gebiete im benachbarten Syrien.

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