Radrennfahrer fahren einen Berg hinunter | Bildquelle: dpa

Radsport in Frankreich Erster Fall von Motordoping

Stand: 02.10.2017 15:42 Uhr

Im französischen Radsport hat es den ersten Fall von Motordoping gegeben. Bei einem Amateurrennen im Südwesten Frankreichs ist ein Mann mit einem Motor in seinem Rad erwischt und festgenommen worden. Das teilte der internationale Verband FFC mit.

Im französischen Radsport ist erstmals ein Fahrer des Motordopings überführt worden. Wie der nationale Verband FFC mitteilte, ist ein 43-Jähriger in einem Amateurrennen in Saint-Michel-de-Double im Südwesten des Landes erwischt worden. Der Fahrer ist von der Polizei festgenommen worden.

Durch starke Leistung aufgefallen

Zuvor hatte es offenbar einen Hinweis der französischen Anti-Doping-Agentur gegeben, nachdem der Fahrer durch überraschend starke Leistungen aufgefallen war. "Leider hat das Ergebnis der Untersuchung bestätigt, was wir über einen solchen Betrug im Amateursport befürchtet haben", sagte der französische Radsportpräsident Michel Callot. "Das ist eine Beleidigung für unseren Sport und für alle Fahrer, die diesen ehrlich betreiben."

Im vergangenen Jahr war Nachwuchsfahrerin Femke van den Driessche bei der Cross-WM mit Motordoping aufgeflogen. Der Fall hatte für großes Aufsehen gesorgt. Die Belgierin wurde vom Radsport-Weltverband UCI für sechs Jahre gesperrt.

Bereits seit 2010 gibt es Gerüchte über Motordoping im Radsport. Seit einigen Jahren testet die UCI die Räder auf versteckte Motoren.

Über dieses Thema berichtete die Sportschau am 03. Oktober 2017 um 18:00 Uhr.

Darstellung: