Das Riesenteleskop besteht aus vielen tellerförmigen Antennen.  | Bildquelle: REUTERS

Riesenteleskop eröffnet Bilder aus dem Zentrum der Milchstraße

Stand: 13.07.2018 13:44 Uhr

64 Antennen verbunden zu einem riesigen Teleskop - in der südafrikanischen Wüste Karoo ist das Radioteleskop MeerKAT eröffnet worden. Es soll Bilder aus dem All liefern, die man nie zuvor gesehen hat.

Von Jana Genth, ARD-Studio Johannesburg

Ein bisschen sieht es aus wie High Tech auf dem Mond. In einer kargen Wüstenlandschaft stehen 64 gigantische Schüsseln, jede mit gewaltigen Antennen. Jede einzelne hat einen Durchmesser von 13,5 Metern - das ist so lang wie ein dreiachsiger Bus im Stadtverkehr. Sie alle sind zum Radioteleskop MeerKat zusammengeschaltet worden.

Insgesamt ergeben sie so das größte Teleskop auf der Südhalbkugel. Über acht Kilometer sind die einzelnen Schüsseln verteilt. Das große Ziel von MeerKat: Es soll Bilder aus dem All liefern, die man nie zuvor gesehen hat. Denn dadurch wollen Wissenschaftler das Universum ein bisschen besser verstehen. MeerKat wurde am Vormittag offiziell eröffnet.

Ein Teil der Teleskopanlage in der südafrikanischen Wüste Karoo | Bildquelle: REUTERS
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Ein Teil der Teleskopanlage in der südafrikanischen Wüste Karoo

Bis zu 100 mal genauer als andere Teleskope

Die riesigen Schüsseln stehen in der Karoo, einer Halbwüste nordöstlich von Kapstadt. MeerKat kann vielleicht bald Objekte ablichten, die Tausende von Lichtjahren von der Erde entfernt sind. Was Galileo Galilei angefangen hat, wird nun auf ein technisch ganz neues Niveau gehoben. Die Instrumente von MeerKat werden 50 bis 100 mal genauer sein als jedes andere Radioteleskop.

In Sachen Wissenschaft soll das ein ganz großer Wurf für Südafrika werden. Dadurch könnten neue Technologien entwickelt werden, die noch von vielen Generationen genutzt werden können, so Vizepräsident David Mabuza. "Dies ist ein wichtiges Projekt, das unser Land voranbringen wird. Wir werden viel lernen."

Radioteleskop MeerKAT in südafrikanischer Wüste Karoo eröffnet
tagesschau 20:00 Uhr, 13.07.2018, Thomas Denzel, ARD Johannesburg

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Internationales Forschungsprojekt

Das Teleskop kostete mehr als eine Milliarde Euro. Für MeerKat arbeiten elf Länder aus fünf Kontinenten zusammen. Ganz einfach war das nicht, sagte Simon Berry, der Chef des Projektes.

Bei einem solchen Projekt arbeiten nicht nur Wissenschaftler zusammen, sondern auch Regierungsvertreter. Das ist ziemlich komplex. Sie alle haben andere Schwerpunkte, andere Anforderungen. Am Ende muss man begründen können, warum Länder in ein solches Projekt viel Geld investieren.

Obwohl eisiger Wind wehte bei der Einweihung, funktionieren die Schüsseln schon einwandfrei. Zum Einstand gab es schon mal das Bild von einem riesigen Schwarzen Loch mitten in der Milchstraße.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Juli 2018 um 17:00 Uhr.

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