US-Präsident Donald Trump am Telefon im Weißen Haus | Bildquelle: AP

Erstes Treffen vereinbart Putin und Trump wollen sich in Hamburg sehen

Stand: 03.05.2017 08:51 Uhr

US-Präsident Trump und Russlands Präsident Putin haben ein erstes persönliches Treffen am Rande des G20-Gipfels im Juli in Hamburg vereinbart. Bei ihrem Telefonat berieten sie zudem über den Konflikt in Syrien - und waren sich in einem Punkt einig.

US-Präsident Donald Trump und sein russischer Kollege Wladimir Putin wollen im Sommer zu einem Gipfeltreffen in Deutschland zusammenkommen. Beide Seiten wollten versuchen, am Rande des G20-Treffens im Juli in Hamburg ein Gespräch zu arrangieren, teilte der Kreml mit.

Trump und Putin hatten zuvor telefoniert. Die beiden Präsidenten sprachen sich demnach auch für weitere regelmäßige Telefonate aus. Der Kreml nannte die Unterhaltung konstruktiv und geschäftsmäßig. Das Weiße Haus sprach von einem sehr guten Telefonat. Dabei sei es um den Bürgerkrieg in Syrien gegangen. Putin und Trump hätten über die Einrichtung von Sicherheits- oder Deeskalationszonen gesprochen und darin übereingestimmt, dass das Leiden in Syrien schon viel zu lange dauere.

Die USA und Russland wollten die diplomatischen Bemühungen zur Beilegung des Konflikts in Syrien verstärken, erklärte der Kreml. Die Außenminister Rex Tillerson und Sergej Lawrow wollten sich noch stärker um einen Waffenstillstand bemühen. Ziel sei es, einen wirklichen Friedensprozess in Gang zu bringen.

IS ist gemeinsamer Feind

Gemeinsamer Feind Washingtons und Moskaus in Syrien ist die Terrormiliz "Islamischer Staat". Ansonsten unterstützen die USA im Bürgerkrieg sogenannte gemäßigte Rebellen, während Russland an der Seite von Präsident Baschar al-Assad in die Kämpfe eingegriffen hat. Nach einem mutmaßlichen Chemiewaffenangriff im April machten die USA Assad für den Tod von mehr als 90 Menschen verantwortlich und feuerten zahlreiche Marschflugkörper auf einen Luftwaffenstützpunkt der Regierung ab. Syrien erklärte dagegen ebenso wie Russland, sein Luftangriff habe ein Chemiewaffenlager der Rebellen getroffen, wodurch Giftgas freigesetzt worden sei.

Das Telefonat zwischen Trump und Putin war das erste bekannt gewordene seit dem US-Angriff in Syrien und das dritte seit Trumps Amtsantritt im Januar. Die Beziehungen der USA und Russlands stehen derzeit unter genauer Beobachtung, nachdem US-Geheimdienste dem Kreml vorgeworfen hatten, mit Hackerangriffen in den US-Wahlkampf eingegriffen zu haben. Das FBI untersucht zur Zeit überdies mögliche Verbindungen zwischen dem Wahlkampfteam Trumps und der russischen Regierung.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. Mai 2017 um 01:17 Uhr.

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