Putin & Kerry: Gegenseitiges Lob für Zusammenarbeit im Syrien-Konflikt | Bildquelle: AP

Kerry und Putin sprechen über Syrien-Konflikt Voll des gegenseitigen Lobes

Stand: 24.03.2016 22:00 Uhr

Russlands Präsident Putin und US-Präsident Obama können sich nicht leiden, dachte man. Beim Besuch von US-Außenminister Kerry in Moskau gab es ganz andere Töne: allseits Lob für die Zusammenarbeit im Syrien-Konflikt und anerkennende Worte von Putin für Obama.

Im Syrien-Konflikt setzt Russlands Präsident auf eine noch engere Zusammenarbeit mit den USA für eine Friedensregelung in Syrien. Das sagte der Kreml-Chef bei einem Gespräch mit US-Außenminister Kerry in Moskau.

Dabei lobte er ausdrücklich die Leistung von US-Präsident Obama. Dass es überhaupt zu den Genfer Friedensgesprächen zwischen Regime und syrischer Opposition gekommen sei, sei zum großen Teil Verdienst des US-Präsidenten, wird Putin von der Agentur Interfax zitiert.

Vier Stunden Austausch

Dem Treffen zwischen Putin und Kerry war eine längere Unterredung des US-Außenministers mit seinem Amtskollegen Lawrow vorausgegangen. Schwerpunkt dabei war der Syrien-Konflikt. Kerry zeigte sich dabei zufrieden mit der Zusammenarbeit.

US-Außenminister Kerry mit seinem Amtskollegen Lawrow in Moskau | Bildquelle: AP
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US-Außenminister Kerry mit seinem Amtskollegen Lawrow in Moskau

Sie hatte Ende Februar zu der von Moskau und Washington ausgehandelten Waffenruhe im Bürgerkriegsland Syrien geführt. Diese sei zwar brüchig, doch sei seitdem die Gewalt um 85 bis 90 Prozent zurückgegangen, sagte Kerry. Die USA und Russland sind Schirmherren der Friedensbemühungen für Syrien. Streit gibt es noch über die politische Wende und das Schicksal von Machthaber Assad.

Verhandlungen auf Augenhöhe

Der US-Chefdiplomat war bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres in Russland. Und bei jeder der Reisen hätte man gemeinsam Ansätze gefunden, um voranzukommen, so Kerry nach Angaben der Agentur Tass. Dem stimmte Lawrow zu. Es gebe Erfolge, weil Russland und die USA als gleichberechtigte Partner arbeiteten.

Hoffnung auf neue Impulse für Friedensgespräche

Der UN-Sondergesandte für Syrien Staffan de Mistura hofft, dass die heutigen Gespräche zwischen Kerry, Putin und Lawrow, den Friedensbemühungen neue Impulse geben. Die Gespräche in Genf sollen nach einer Denkpause möglichst vom 9. April an fortgesetzt werden und sich auf den angestrebten politischen Übergangsprozess konzentrieren.

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