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Reaktionen auf "Pussy Riot"-Urteil

Der Protest reißt nicht ab

Die Empörung über die Verurteilung von Mitgliedern der russischen Punkband "Pussy Riot" reißt nicht ab.

Nun droht auch dem früheren Schachweltmeister Garri Kasparow wegen seines Protests gegen das Urteil eine Anklage wegen Gewalt gegen Gesetzeshüter. Das meldete die Nachrichtenagentur Interfax. Kasparow erwäge nun seinerseits rechtliche Schritte gegen die Polizisten, die ihn am Freitag vor dem Gebäude des Moskauer Chamowniki-Gerichts festgenommen hätten, hieß es.

Garri Kasparow bei der Festnahme am Tag der Urteilsverkündung gegen "Pussy Riot"
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Kasparow bei der Festnahme am Tag der Urteilsverkündung gegen "Pussy Riot"

Dort waren die Punk-Rockerinnen am Freitag wegen einer Protestaktion gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu je zwei Jahren Haft verurteilt worden.

Hunderte Anhänger der Gruppe protestierten gegen den Prozess. Die Polizei nahm mehrere Dutzend Demonstranten fest, darunter neben dem Putin-Kritiker Kasparow auch den linken Oppositionsführer Sergej Udalzow.

Schicksal von Regimegegnern zeigen

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, forderte nach dem harten Urteil, sportliche Großereignisse in Russland zu nutzen, um auf das Schicksal von Regimegegnern aufmerksam zu machen.

"In zwei Jahren sind in Russland Olympische Spiele, vier Jahre später die Fußball-WM - beides darf nicht zu einer Propaganda-Show für Präsident Putin werden", sagte der FDP-Politiker der "Bild am Sonntag".

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"Pussy Riot": Proteste gegen das Urteil

Moskau, Berlin, Sofia, London, New York und Sydney: Weltweite Proteste gegen das Urteil (17.08.2012)

Proteste gegen das Moskauer Urteil: Moskau

Vom Balkon eines Gebäudes in der Nähe des Moskauer Gerichts, das das Urteil gegen die russische Punkband "Pussy Riot" gesprochen hat, schwingt eine Frau eine Flagge mit dem Symbol der Frauenbewegung. Die drei Musikerinnen wurden zu zwei Jahren Haft verurteilt. (Foto: dapd)

Schriftsteller Kaminer sieht neue Protestbewegung

Der in Deutschland lebende russisch-stämmige Bestsellerautor Wladimir Kaminer sieht in seiner Heimat eine neue Protestbewegung entstehen. Er sagte demselben Blatt: "Die Älteren glauben nicht mehr daran, dass man hier etwas ändern kann. Aber die jungen Leute sind nun bereit, ihr Missfallen über die Verhältnisse auszudrücken und ihren Protest dagegen auf die Straße zu tragen."

Madonna bei ihrem Konzert in Zürich am 17. August 2012
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Madonna am Samstagabend bei ihrem Konzert in Zürich

Madonna fordert Freiheit für "Pussy Riot"

Pop-Ikone Madonna hat sich mit der Punk-Band solidarisiert. Bei ihrem Konzert am Samstagabend in Zürich forderte die US-Sängerin die Freilassung der zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilten Frauen, berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur SDA: "Ich bin wirklich erschüttert über das Urteil", sagte sie.

Dann habe Madonna ihre Arme auseinandergestreckt, auf denen in großen schwarzen Lettern "Free Pussy Riot" stand.

Pussy Riot veröffentlichen neue Single
S. Laack, ARD Moskau
19.08.2012 07:42 Uhr

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Neuer Song gegen Putin

"Pussy Riot" hatte bereits am Tag der Urteilsverkündung gegen drei ihrer Mitglieder einen neuen Protestsong gegen Putin veröffentlicht.

Ein Mitglied der mindestens zehnköpfigen Gruppe, das der Verhaftung bei der Protestaktion Ende Februar entkam, spielte das Lied "Putin entzündet das Feuer" vom Balkon eines Wohnhauses gegenüber dem Gerichtsgebäude. Dann warf die vermummte Frau CDs mit dem neuen Lied in die Menge.

Inzwischen stellte die Punk-Band den Song auch ins Internet, ebenso ein neues Video.

Breite Kritik an Urteil gegen Punkband
tagesschau 20:00 Uhr, 18.08.2012, Georg Restle, ARD Moskau

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Stand: 19.08.2012 08:29 Uhr

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