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In der griechischen Hafenstadt Thessaloniki ist es bei Protesten gegen den Sparkurs der Regierung zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen.
An den Protesten beteiligten sich Tausende Menschen, unter ihnen Taxifahrer und Fußballfans. Etwa 5.000 Polizisten waren im Einsatz, um die Ausschreitungen einzudämmen. Zwei Menschen seien verhaftet, 94 weitere festgenommen worden, teilte die Polizei mit.
Die Polizei setzte Agenturberichten zufolge Tränengas ein, um etwa 3000 Taxifahrer von der Kongresshalle in Thessaloniki fernzuhalten, in der der griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou eine Rede zur Lage der Wirtschaft hielt.
Papandreou warnte Griechenland davor, bei den Sparanstrengungen nachzulassen. Er sei entschlossen, alles zu tun, damit Griechenland ein Euroland bleibe. Griechenland werde auch die notwendigen Reformen durchsetzen - koste es ihn politisch, was es wolle.
Den internationalen Geldgebern sicherte er zu, alles Erforderliche zu tun, um die ihnen gegebenen Zusagen zu erfüllen. "Wir haben uns entschieden, die Schlacht zu schlagen, um ein Desaster für das Land und sein Volk zu verhindern", fügte Papandreou hinzu.
Zuvor hatte Finanzminister Evangelos Venizelos erklärt, dass die griechische Regierung einen drastischeren Einbruch der Wirtschaft als bislang angenommen befürchte. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird nach seinen Worten in diesem Jahr um mehr als fünf Prozent sinken. Im Mai sei man noch von einer Abnahme des BIP von 3,8 Prozent ausgegangen.
Zurzeit ringt die Regierung in Athen mit den anderen Euro-Ländern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) um die Auszahlung der nächsten Tranche aus dem ersten Hilfspaket für Griechenland. Von Oktober an soll der Euro-Rettungsschirm EFSF das Land mit einem zweiten Rettungspaket von weiteren rund 110 Milliarden Euro helfen. Ob die zugesagten Sparmaßnahmen eingehalten werden können, ist ungewiss.
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