Prinz Philip | Bildquelle: dpa

Prinz Philip zieht sich zurück Ein bisschen Ruhestand

Stand: 04.05.2017 16:55 Uhr

Mit knapp 96 Jahren, davon fast 70 im Dienst der britischen Krone, darf man schon mal in den Ruhestand gehen. Auch als Prinz. Aber kann Prinz Philip überhaupt Ruhestand? Und ist die Queen vielleicht auch ein wenig neidisch auf ihren Gemahl?

Von Stephanie Pieper, ARD-Studio London

Für seine Scherze lieben viele Briten ihren Prinz Philip, auch wenn er dann und wann ins Fettnäpfchen tritt. Kürzlich eröffnete er die neue Tribüne eines Cricket-Clubs in London mit den Worten: "Ich bin wohl der Mann, der weltweit die größte Erfahrung damit hat, Gedenktafeln zu enthüllen."

Fast 70 Jahre im Dienst der Krone

Von Herbst an möchte der Prinz solche offiziellen Termine nicht mehr absolvieren. Beinahe 70 Jahre im Dienst der britischen Krone, immer einen Schritt hinter Elisabeth II., genug ist genug. Dabei wirkt Philip für seine bald 96 Jahre erstaunlich agil und fit. Bereits zu seinem 90. Geburtstag hatte er in einer BBC-Doku in Aussicht gestellt, es künftig ruhiger angehen zu lassen: "Ich denke, ich habe meinen Beitrag geleistet, ich will jetzt das Leben genießen - mit weniger Verpflichtungen, weniger Vorbereitungen, weniger Überlegungen, was ich sage. Es passiert inzwischen manchmal, dass ich Namen vergesse. Ich schalte einfach einen Gang zurück."

In 800 Organisationen engagiert

Von wegen: In den Jahren danach nimmt Prinz Philip so viele königliche Termine wahr wie eh und je, fast so viele wie die Monarchin. Doch bald ist damit Schluss. Er steht immer noch knapp 800 Organisationen vor oder ist dort engagiert, wird deren Arbeit aber künftig nicht mehr aktiv begleiten.

Die britische Premierministerin Theresa May würdigt das Engagement des Herzogs von Edinburgh: "Im Namen des ganzen Landes spreche ich ihm unsere Dankbarkeit und unsere guten Wünsche aus. Von seinem Beitrag zum Vereinigten Königreich, zum Commonwealth und zur Welt darüber hinaus werden wir noch in Jahren profitieren."

Prinz Philip zieht sich zurück
tagesschau 17:00 Uhr, 04.05.2017, Hanni Hüsch, ARD London

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Die Queen - vielleicht ein bisschen neidisch

Als seine Ehefrau 1952 den Thron besteigt, muss Prinz Philip seine Karriere in der Royal Navy aufgeben. Elisabeth II. ist damit einverstanden, dass ihr Gatte nun den Ruhestand avisiert - und vielleicht auch ein bisschen neidisch. Die Monarchin selbst wird weiter ein volles Programm absolvieren, unterstützt von den jüngeren Mitgliedern ihrer Familie.

Der Historiker Christopher Lee glaubt nicht, dass sich sein Freund Philip ganz aufs Altenteil zurückzieht: "Er ist der Typ, der morgens aufwacht und fragt: 'Okay, was können wir heute tun?' Er ist weiter an allen großen Themen interessiert, etwa an den Details des Brexit." Und er werde sich auch künftig einmischen, wie "die Firma", also das Königshaus, geführt wird. Das ist einfach sein Instinkt."

Im November feiern die Queen und Philip ihren 70. Hochzeitstag. Zur Diamantenen Hochzeit vor zehn Jahren sagt sie, er habe ihr in all den Jahren Kraft und Stärke gegeben. Die Briten hoffen, das Prinz Philip auch als Ruheständler zu Scherzen aufgelegt bleibt - so wie bei einem Besuch in Kanada 1969, als er sagt: "Hiermit eröffne ich dieses Ding, was auch immer es ist."

Prinz Philip geht in den (Un-)Ruhestand
S. Pieper, ARD London
04.05.2017 16:34 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 04. Mai 2017 Inforadio um 13:49 Uhr und die tagesschau um 17:00 Uhr.

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