Prag: Dutzende Verletzte nach Explosion

Gasleck als Ursache vermutet

Viele Verletzte nach Explosion in Prag

Bei der Explosion eines Gebäudes im historischen Zentrum der tschechischen Hauptstadt Prag sind zahlreiche Menschen verletzt worden. Der tschechische TV-Sender CT24 berichtete unter Berufung auf Polizei und Rettungskräfte von bis zu 55 Verletzten. Vier davon seien in "ernstem Zustand". Andere Medien sprechen von bis zu 40 Verletzten.

Viele Verletzte bei Explosion im Zentrum Prags. (Bildquelle: dpa)
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Rettungskräfte suchen am Ort der Explosion nach weiteren Opfern.

Es sei nicht auszuschließen, dass es auch Tote gegeben habe, sagte eine Sprecherin der Rettungskräfte. Im Erdgeschoss des Hauses sei nach der Detonation ein Krater entstanden, in den Gebäudeteile stürzten. Hier suchten Rettungskräfte mit Spürhunden, ob sich noch Opfer unter den Trümmern des Hauses befänden.

Gasleck als Ursache sehr wahrscheinlich
S. Heinlein, DLR Prag
29.04.2013 16:20 Uhr

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Die Explosion ereignete sich in einem Bürogebäude in unmittelbarer Nähe zum berühmten Nationaltheater. Die Wucht der Explosion habe auch in den umliegenden Häusern Glasscheiben bersten lassen; mehr als ein Dutzend Menschen wurde durch Glassplitter verletzt.

Möglicherweise Deutscher unter den Verletzten

Viele Verletzte bei Explosion im Zentrum Prags. (Bildquelle: dpa)
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Mehr als 30 Menschen kamen verletzt ins Krankenhaus - viele hatten Schnitte von Glassplittern.

Mindestens 35 Verletzte mussten nach Angaben der Einsatzkräfte in Kliniken behandelt werden. Unter den Verletzten sollen örtlichen Medien zufolge sechs Ausländer sein. Einer von ihnen soll ein Deutscher sein, der leicht verletzt wurde. Die Deutsche Botschaft in Prag bestätigte dies bislang nicht.

Aus Sorge vor einem möglichen Einsturz des Bürogebäudes evakuierte die Polizei auch die benachbarten Gebäude - mehr als 200 Menschen waren davon betroffen. Zudem unterbrachen die Behörden die Gasversorgung rund um den Unfallort.

Gasexplosion in historischer Prager Innenstadt
tagesschau 17:00 Uhr, 29.04.2013, Gunnar Breske, MDR

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Behörden vermuten Gasleck als Ursache

Die Ursache der Detonation ist noch nicht geklärt. Laut Polizeisprecher Tomas Hulan war es mit großer Wahrscheinlichkeit eine Gasexplosion. Auch die Feuerwehr nannte eine undichte Gasleitung als wahrscheinlichste Ursache. Tschechische Medien zitierten mehrere Augenzeugen, nach deren Aussage es am Explosionsort nach Gas gerochen habe. Einen Terroranschlag schlossen die Behörden aus.

Stand: 29.04.2013 17:14 Uhr

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