Ministerpräsident Coelho | Bildquelle: AFP

Parlamentswahl in Portugal Prognose sieht Regierungsbündnis vorn

Stand: 04.10.2015 21:51 Uhr

Bei der Parlamentswahl in Portugal hat Prognosen zufolge das Bündnis von Ministerpräsident Passos Coelho gewonnen. Die Wahl galt als Abstimmung über die Sparpolitik der Regierung. Portugal war 2011 mit einem Rettungspaket vor dem Staatsbankrott bewahrt worden.

Im einstigen EU-Krisenland Portugal haben die Bürger nach vier Jahren strenger Spar- und Reformpolitik das Nationalparlament neu gewählt. Dabei zeichnet sich ein klarer Sieg des konservativen Regierungsbündnisses um Ministerpräsident Pedro Passos Coelho ab. Nach ersten Prognosen des staatlichen Fernsehsenders "RTP" erreicht Passos Coelhos Zwei-Parteien-Koalition etwa 43 Prozent der Stimmen. Das würde zum Erhalt der absoluten Mehrheit reichen. Die Sozialisten bekommen nach der Prognose bis zu 35 Prozent der Stimmen.

Regierende Mitte-Rechts-Koalition nach ersten Prognosen vorn
tagesthemen 22:45 Uhr, 04.10.2015, Stefan Schaaf, ARD Madrid, zzt. Lissabon

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Die Wahl galt auch als Abstimmung über die Fortsetzung des Sanierungsprogramms der Staatsfinanzen. Die konservative Regierung von Ministerpräsident Passos Coelho will den umstrittenen Sparkurs beibehalten. Die linksgerichtete Opposition hatte dagegen angekündigt, die Sparvorgaben abzumildern.

In der Schlussphase des portugiesischen Wahlkampfs hatte es die Partei von Ministerpräsident Passos Coelho geschafft zusammen mit ihrem Koalitionspartner, der Volkspartei, die oppositionellen Sozialisten in den Umfragen zu überholen.

Herausforderer Antonio Costa von den Sozialisten, bekannt für Pragmatismus und Volkstümlichkeit, hatte es nicht geschafft, eine profunde Wechselstimmung zu erzeugen.

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