Türkische Soldaten tragen rote Särge. | Bildquelle: dpa

Türkischer Militärhubschrauber PKK beansprucht Absturz für sich

Stand: 02.06.2017 18:58 Uhr

Kurdische Extremisten haben den Absturz eines türkischen Militärhubschraubers für sich beansprucht. Dabei waren am Mittwoch alle 13 Soldaten an Bord ums Leben gekommen. Das türkische Militär hatte erklärt, es habe sich um einen Unfall gehandelt.

Nach dem Absturz eines Armeehubschraubers in der Südosttürkei mit 13 Toten hat die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK die Verantwortung für den angeblichen Abschuss des Helikopters übernommen. Die PKK-Einheit HPG habe den Hubschrauber der "türkischen Besatzungsarmee" beschossen und zum Absturz gebracht, teilte die PKK auf ihrer Internetseite mit.

Türkisches Militär spricht von Unfall

Nach Angaben der türkischen Streitkräfte war der Hubschrauber vom Typ Cougar dagegen nach dem Start am Mittwoch in der Provinz Sirnak kurz nach Einbruch der Dunkelheit gegen eine Hochspannungsleitung geprallt und deswegen abgestürzt. Alle 13 Soldaten an Bord waren getötet worden. Darunter war auch Generalmajor Aydogan Aydin, der am Kampf gegen die PKK in der mehrheitlich kurdischen Südosttürkei seit den 1990er-Jahren beteiligt war.

In den Heimatorten der Absturzopfer fanden am Donnerstag und Freitag Trauerzeremonien statt. An einer der Zeremonien in Istanbul nahm auch Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan teil.

Die HPG sind der bewaffnete Flügel der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei. Die PKK bekämpft den türkischen Staat seit drei Jahrzehnten. In dem Konflikt kamen bislang schätzungsweise 40.000 Menschen ums Leben, eine fragile zweieinhalb Jahre andauernde Waffenruhe zwischen den Rebellen und der Regierung zerbrach im Sommer 2015.

Darstellung: