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Wirtschaft

Tauschbörse "Pirate Bay" vor Gericht

Klage gegen "Torrent"-Suchmaschine

Tauschbörse "Pirate Bay" vor Gericht

Logo Pirate Bay Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Logo der Tauschbörse "Pirate Bay" ]
Internet-Nutzer, Musik-, Film- und Softwareindustrie schauen gebannt nach Stockholm. Denn dort hat der Prozess gegen die Betreiber der erfolgreichen Internet-Tauschbörse "Pirate Bay" begonnen.

Deren Treiben halten die Kläger für strafbar. Dabei speichern die Macher der "Piratenbucht" keine einzige illegal kopierte Datei auf ihren Servern. Sie organisieren lediglich den Tausch zwischen ihren Usern, so wie viele andere Seiten.

Wie funktioniert "Pirate Bay"?:

In der "Piratenbucht" und zahllosen ähnlichen Angeboten im Web läuft eine Suchmaschine, die von anderen Nutzern hinterlassene Wegweiser, die sogenannten "Torrents", findet. Wer einen Breitbandanschluss hat und sich ein kleines Programm auf dem Rechner installiert, kann ohne große Vorkenntnisse die neuesten CDs, Filme und Computerprogramme per "Torrent" herunterladen. Ähnlich wie beim Tauschbörsen-Urahn Napster kann dabei das Urheberrecht umgangen werden.
 

Die Betreiber sehen sich als weltgrößte Vermittler von Kultur und Medien im Web. Die Staatsanwaltschaft dagegen will nachweisen, dass die Macher mit der Leistung anderer Geld verdienen. Einfacher wäre der Nachweis, dass sie andere davon abhalten Geld zu verdienen, etwa die Rechteinhaber für Musik, Filme und Programme, die mittels der Website getauscht werden konnten, nach Firmenangaben von bis zu 25 Millionen Usern.

Urteil am 4. März

Sowohl die Betreiber von "Pirate Bay" als auch die Vertreter der Industrie sehen das Verfahren in Stockholm als wegweisend im globalen Streit um das kostenlose Herunterladen von Filmen oder Musiken. Mit einem Urteil wird am 4. März gerechnet.

Doch schon mit Beginn schreibt dieser Prozess Geschichte: Erstmals in Schweden wird ein Verfahren komplett live aus dem Gerichtssaal übertragen. Passenderweise ins Internet.

Stand: 16.02.2009 11:10 Uhr
 

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