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Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an die US-Amerikaner Saul Perlmutter und Adam G. Riess sowie an den US-Australier Brian P. Schmidt. Die drei Astronomen werden für die Entdeckung der beschleunigten Ausdehnung des Universums durch Beobachtung entfernter Supernovä geehrt. Das teilte die Nobelversammlung des Karolinska-Instituts in Stockholm mit. Eine Hälfte des Preises geht an Perlmutter, die andere an Schmidt und Riess.
"Sie haben Dutzende Sternexplosionen, sogenannte Supernovä, beobachtet und entdeckt, dass das Universum sich mit ständig zunehmender Geschwindigkeit ausweitet", hieß es in der Begründung der Nobelversammlung. Mit ihrer Forschung hätten sie das Verständnis des Universums verändert - von dem zuvor zwar bekannt war, dass es sich ausdehnt, aber nicht, wie schnell.
Es wird vermutet, dass die Ausdehnung des Universums durch die so genannte Dunkle Energie vorangetrieben wird. Was genau diese Dunkle Energie ist, ist aber noch unklar. Sie macht ungefähr drei Viertel der Masse des Universums aus.
Deutsche Wissenschaftler reagierten begeistert auf die Preisvergabe an die drei Supernova-Forscher. "Das ist ein großer Tag für die Astrophysik", sagte Professor Lutz Wisotzki von der Universität Potsdam bei einer Veranstaltung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) in Berlin. Forscher aus diesem Gebiet erhielten den Preis nicht häufig. Der Astrophysiker Christian Spiering wertete die Leistung der drei ausgezeichneten Wissenschaftler als bedeutenden Schritt zur "Neumöblierung des Universums".
Die Königliche Akademie der Wissenschaften in Stockholm hat mit der heutigen Bekanntgabe über den zweiten von insgesamt fünf Nobelpreisen in dieser Woche entschieden. Den Auftakt bildete am Montag die Auszeichnung für Medizin an drei Forscher aus den USA, Kanada und Frankreich für ihre Arbeiten zum menschlichen Immunsystem.
Am Mittwoch fällt die Entscheidungen im Bereich Chemie. Der Träger des Literaturnobelpreises wird am Donnerstag bekannt gegeben. Freitag nennt das norwegische Nobelkomitee in Oslo den Träger des Friedensnobelpreises. Die Preise sind mit jeweils zehn Millionen Kronen (1,1 Millionen Euro) dotiert. Sie werden traditionsgemäß am 10. Dezember überreicht, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel (1833-1896).
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