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Nach jahrzehntelangen Kämpfen im Süden
Philippinen schließen Friedensabkommen mit Rebellen
Die philippinische Regierung hat ein Friedensabkommen mit den muslimischen Rebellen im Land angekündigt. Damit steigt die Hoffnung auf ein Ende eines jahrzehntelangen Aufstands, durch den mehr als 100.000 Menschen starben. Es sei ein "Rahmenabkommen" mit der Rebellenorganisation Moro Islamische Befreiungsfront (MILF) vereinbart worden, erklärte der philippinische Präsident Benigno Aquino. Dieses werde, so hofft Aquino, den Weg zu einem endgültigen und dauerhaften Frieden in der Region Mindanao im Süden ebnen. Die Konfliktparteien wollen den Vertrag in der kommenden Woche unterzeichnen.
Die MILF ist die größte Separatistengruppe des Landes und ist Schätzungen zufolge rund 12.000 Mann stark. Sie kämpft seit den 1970er-Jahren für einen autonomen Süden und einen islamischen Staat. Die philippinische Bevölkerung ist überwiegend katholisch.
Einigung auf halbautonome Region im Süden
Nach den Worten Aquinos strebt die Befreiungsfront keinen eigenen Staat mehr an - das Abkommen sehe aber einen Zeitplan für die Schaffung halbautonomer muslimischer Regionen in Teilen von Mindanao vor. Die Regierung in Manila werde die Kontrolle über Verteidigung und Sicherheit sowie über die Außen- und Geldpolitik behalten.
Das Abkommen wurde nach Angaben des Präsidenten nach zahlreichen Verhandlungsrunden erzielt. Initiativen für Friedensgespräche gab es seit 1997. Die Bevölkerung muss laut Aquino noch in einer Volksabstimmung zustimmen. Ein endgültiges Friedensabkommen soll bis 2016 erzielt werden.
Regierung will Kämpfe mit Islamisten beenden
tagesschau24 15:30 Uhr, 07.10.2012, Tim Janszky, DW
Stand: 07.10.2012 08:43 Uhr
