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Nach dem Durchzug der Taifune "Nesat" und "Nalgae" bemühen sich die philippinischen Behörden mit Hochdruck, Tausenden Menschen zu helfen. Noch immer sind viele Orte überschwemmt, in den Notunterkünften ist die Lage kritisch. Viel Zeit zum Aufräumen bleibt nicht, der nächste Sturm droht.
Von Udo Schmidt, ARD-Hörfunkstudio Singapur
Mehr als 180.000 Menschen sind derzeit vor allem in der Küstenregion nördlich der philippinischen Hauptstadt Manila in Notunterkünften untergebracht. Möglicherweise werden sie noch Tage in den Schulgebäuden und Sporthallen ausharren müssen. Das Problem dabei: Auch viele dieser Notunterkünfte stehen unter Wasser. In Sporthallen haben sich die Menschen auf die Tribünenränge geflüchtet. Aus dem Wasser, das das Spielfeld bedeckt, ragen nur einige Streben, über die Wäsche aufgehängt ist. Trocken wird sie hier sicher nicht.
Marites Pilapil sitzt verzweifelt auf einem Tribünenplatz: "Ich und meine Freunde hier, wir alle können nicht arbeiten, wir können nichts für unseren Lebensunterhalt tun. Ich hoffe, uns erreicht bald Hilfe. Wir brauchen langsam etwas zu Essen."
Die Stadt Calumpit in der Provinz Bulacan hat es besonders schwer getroffen. Alles steht unter Wasser. Boy Delirio ist über 70 Jahre alt, er hat schon viel gesehen, aber diesmal ist es besonders schlimm. Der alte Mann steht auf einer Brücke über einen Fluss, der von den Fluten verschluckt wurde und zeigt auf ein Wellblechdach: "Mein ganzes Haus ist überschwemmt. Alles ist unter Wasser. Man kann nur noch das Dach sehen."
Den Rettungskräften stellt sich ein weiteres Problem. Viele Bewohner vor allem in kleineren Orten haben ihre Häuser nicht verlassen - auch aus Angst vor Plünderungen. Nun sitzen sie auf dem Dach oder dem Dachboden und müssen erst einmal gefunden werden. Auch Remedios Villegas sitzt zwischen ihren Habseligkeiten und wartet auf Hilfe: "Wir haben solche Angst, aber wir können ja nichts tun. Wir wissen nicht wohin, wir können nur hier in unseren Häusern überleben."
Nur wenige Tage bleiben, um wieder einigermaßen Ordnung zu schaffen. Dann droht der nächste Tropensturm - erneut verbunden mit heftigen Regenfällen.
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