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21.03.2010

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Ausland
Vulkan Mayon: 50.000 Menschen auf der Flucht
Vulkan vor dem Ausbruch

50.000 Menschen fliehen vor Mayon

Eine riesige Aschewolke steht über dem aktivsten Vulkan der Philippinen. Erste Lavaströme fließen aus dem Krater. Experten erwarten, dass der Ausbruch des Mayon unmittelbar bevorsteht und dass die Lava möglicherweise monatelang strömen könnte. Um Opfer zu vermeiden, werden Zehntausende Menschen in Sicherheit gebracht.

Von Bernd Musch-Borowska, ARD-Hörfunkstudio Südostasien 

Der Vulkan Mayon in der Provinz Albay im Norden der Philippinen spuckt Rauch und Asche. Die Behörden haben damit begonnen, mehr als 50.000 Menschen in Sicherheit zu bringen. Alle Dörfer im Umkreis von sechs Kilometern werden geräumt. Ein Ausbruch des Vulkans steht offenbar unmittelbar bevor.

Der Mayon spuckt Feuer und Asche (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Ein Ausbruch des Mayon steht unmittelbar bevor. Damit möglichst niemand zu Schaden kommt, haben die Behörden frühzeitig mit der Evakuierung der Anwohner begonnen. ]

Bernardo Alejandro, der Direktor des regionalen Katastrophenschutzes in der Provinz Albay sagte, man wolle kein Risiko eingehen: "Wir hoffen, dass wir alle Leute hier rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Man muss ja mit der Evakuierung nicht warten, bis der Vulkan ausbricht und es zu spät ist. Unser Ziel ist es, zu vermeiden, dass Leute ums Leben kommen." 

Der Mayon ist einer der aktivsten Vulkane auf den Philippinen. Schon Anfang November hatten die Behörden wegen seiner zunehmenden Aktivität Alarm geschlagen. Er ist in den vergangenen 400 Jahren rund 50 Mal ausgebrochen. Bei einem Ausbruch im Jahr 1842 kamen 1200 Menschen ums Leben. 1993 gab es fast 80 Tote. Im August 2006 wurden bei einem drohenden Ausbruch des Mayon mehr als 30.000 Menschen in Sicherheit gebracht.

Angst vor dem Vulkan

Schon seit Tagen campieren Tausende Einwohner der Dörfer am Fuße des Mayon in Notunterkünften in sicher Entfernung. In Turnhallen und Schulen warten sie darauf, dass die Aktivität des Vulkans wieder nachlässt und sie nach Hause zurückkehren können. Jinki Nitas, eine Mutter von vier kleinen Kindern sagt: "Wir haben jedes Mal Angst, wenn der Vulkan anfängt Rauch und Asche zu spucken."

Zwei Kinder schlafen auf Schulbänken. (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Etwa 50.000 Menschen müssen in Sicherheit gebracht werden. Viele übernachten derzeit in Turnhallen oder in Schulen - wie diese beiden Kinder. ]

Sorge um die Ernte

Der Bauer Abelardo Azul geht noch einmal durch seine Gemüsefelder am Fuße des Vulkans. Die Ernte steht unmittelbar bevor. Wenn der Mayon jetzt ausbreche,  werde alles vernichtet sagt er. Und auch eine Evakuierung zum jetzigen Zeitpunkt wäre schrecklich: "Wir müssen eigentlich in der nächsten Woche unser Gemüse ernten. Wenn wir jetzt evakuiert werden und hier weg müssen, geht alles kaputt."

Bilder:

Vulkan Myon speit Lava
Bilderstrecke Philippinischer Vulkan Mayon speit Lava Zehntausende Menschen auf der Flucht [mehr]

Experten erwarten einen Ausbruch des Vulkans in den nächsten Tagen. Am Kraterrand des 2500 Meter hohen Mayon ist bereits rotglühende Lava ausgetreten und die Hänge heruntergelaufen.

Stand: 16.12.2009 07:52 Uhr
 

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