Polizei in St. Petersburg | Bildquelle: AFP

Ermittlungen in Russland Sechs Festnahmen in St. Petersburg

Stand: 05.04.2017 12:39 Uhr

In St. Petersburg sind sechs mutmaßliche Anwerber von "Terroristen" festgenommen worden. Sie sollen nach Angaben der Ermittler jedoch nichts mit dem Anschlag vom Montag zu tun haben. Parallel werden mögliche Kontakte des Attentäters zum IS untersucht.

In St. Petersburger sind dort nach Angaben der Ermittler sechs Verdächtige aus zentralasiatischen Ländern festgenommen worden. Das Ermittlungskomitee teilte mit, die Verdächtigen hätten versucht, aus Zentralasien stammende Menschen zu rekrutieren, die "terroristische Verbrechen" verüben sollten. Mit dem Bombenanschlag vom Montag mit 14 Toten haben die Festnahmen dem Komitee zufolge aber nichts zu tun.

Russische Ermittler prüfen derzeit mögliche Verbindungen des Attentäters zum "Islamischen Staat". Seine Wohnung wurde untersucht. Außerdem seien die Aufnahmen von Überwachungskameras vor dem Haus des Mannes ausgewertet worden, teilte das Untersuchungskomitee mit. Darauf sei zu sehen, wie der Verdächtige das Gebäude mit einem Sack und einem Rucksack verlasse.

Die Ermittler verdächtigen einen 22-jährigen in Kirgistan geborenen russischen Bürger, am Montag die Bombe gezündet zu haben, die 14 Menschen tötete und Dutzende weitere verletzte. Ein zweiter Sprengsatz wurde in einer weiteren U-Bahn-Station entdeckt und entschärft. An dem Sack, in dem er steckte, fanden Ermittler DNA-Spuren des mutmaßlichen Selbstmordattentäters.

Die Behörden sind nach dem Anschlag in erhöhter Alarmbereitschaft. Sie schätzen die Gefahr von Anschlägen als erhöht ein, weil im kommenden Jahr in Russland die Präsidentschaftswahl und die Fußballweltmeisterschaft stattfinden. Im Juni soll hier der Confed-Cup stattfinden, der kleine Testlauf für die WM.

Dieser Beitrag lief am 05. April 2017 um 18:30 Uhr auf WDR 5.

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