Dauerregen in Peru

Fast 70 Tote nach Überschwemmungen

Stand: 18.03.2017 04:34 Uhr

Flüsse, die über die Ufer treten, Erdrutsche und Dauerregen: Fast 70 Menschen sind in Peru in den vergangenen Wochen ums Leben gekommen. Auch die Hauptstadt Lima ist teilweise überflutet. Präsident Kuczynski sprach von einem "ernsten Klimaproblem".

Nach erneuten heftigen Regenfällen und Erdrutschen ist die Zahl der Todesopfer in Peru auf fast 70 gestiegen. Landesweit traten Flüsse über die Ufer und beschädigten 115.000 Häuser. Zudem stürzten 117 Brücken ein.

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Überschwemmungen sorgen für Chaos

tagesschau24 12.00 Uhr, 18.03.2017, Anna Marohn, NDR

Hinter den ungewöhnlichen Regenfällen steckt das Klimaphänomen "El Niño". Präsident Pedro Pablo Kuczynski sagte in einer live übertragenen Erklärung, man habe es mit einem "ernsten Klimaproblem" zu tun: Seit 1998 habe es keinen Vorfall dieser Stärke entlang der Küste Perus gegeben.

In Lima wurden Menschen mit Hilfe eines Seils über die Straßen befördert.

Probleme auch in der Hauptstadt

Mehrere Stürme haben vor allem die Nordküste Perus schwer getroffen. Krankenhäuser und Friedhöfe wurden unter Wasser gesetzt, einige kleine Dörfer wurden komplett isoliert. Selbst in der Hauptstadt Lima, wo Regen aufgrund eines Wüstenklimas selten ist, musste die Polizei Hunderten Bewohnern in einem Viertel helfen, eine überflutete Straße zu überqueren. Die Menschen wurden einzeln per Seil über die Straße geschickt.

Die Stürme werden voraussichtlich noch zwei Wochen weitergehen. Kuczynski erklärte für die zentrale Autobahn in dem Andenstaat am Freitag den Notstand. Zudem kündigte er an, die Mittel für den Wiederaufbau zu erhöhen.