Der Schauspieler Sean Penn und der mexikanische Drogenboss "El Chapo" Guzmán reichen sich zur Begrüßung die Hand.  | Bildquelle: ROLLING STONE

Sean Penn bestreitet Hilfe für Polizei "Habe Polizei nicht auf 'El Chapos' Spur geführt"

Stand: 15.01.2016 20:22 Uhr

Hollywoodstar Sean Penn gibt sich sicher: Er hat die Polizei nicht auf die Spur des mexikanischen Drogenbosses "El Chapo" Guzman gebracht! Das sei ein Mythos, so Penn in einem Fernsehinterview. Er hatte Guzman in dessen Versteck getroffen.

Hollywoodstar Sean Penn hat bestritten, etwas mit der Festnahme des mexikanischen Drogenbosses Joaquin "El Chapo" Guzman zu tun gehabt zu haben. Sein Treffen mit Guzman in dessen Versteck habe nicht dazu beigetragen, dass die Polizei den Gesuchten habe finden können, erklärte Penn in einem Interview des Fernsehsenders CBS. Das sei "ein Mythos".

Ermittler: Treffen von Penn und "El Chapo" war hilfreich

Guzman, Chef des Sinaloa-Kartells, wurde vor einer Woche im Westen Mexikos verhaftet. Die Staatsanwaltschaft teilte anschließend mit, man sei "El Chapo" auf die Spur gekommen, nachdem er Schauspielerinnen und Produzenten kontaktiert hatte, um einen Film über sein Leben zu drehen zu lassen.

Sean Penn | Bildquelle: AP
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Hollywoodstar Sean Penn (55)

Penn und die Schauspielerin Kate del Castillo hatten den Drogenboss im Oktober in seinem Versteck aufgesucht. Das sei "lange vor der Festnahme gewesen", sagte Penn. Außerdem sei die Verhaftung nicht annähernd in der Nähe des Ortes erfolgt, an dem das Treffen stattgefunden habe. Offensichtlich hätten sich die mexikanischen Ermittler "gedemütigt gefühlt, dass ihn jemand gefunden hat, bevor sie es taten". Penn und sein Team hätten Guzman aber gar nicht "gefunden", sondern seien zu dem Treffen eingeladen worden. Allerdings war es wohl so, dass die Ermittler kurzzeitig die Spur von "El Chapo" verloren hatten und sie durch die Kommunikation im Vorfeld des Treffens wieder aufnehmen konnten.

"El Chapo" war im Sommer spektakulär geflohen

Guzman war im Sommer eine spektakuläre Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Mexiko gelungen. Er hatte dazu einen hervorragend ausgebauten Tunnel genutzt.

Joaquin Guzman El Chapo | Bildquelle: REUTERS
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Joaquin "El Chapo" Guzman nach seiner erneuten Verhaftung

Inzwischen ist "El Chapo" also wieder in Haft und soll an die USA ausgeliefert werden. Die Behörden dort werfen ihm unter anderem Mord, Drogenhandel und die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. US-Präsident Barack Obama gratulierte seinem Amtskollegen Nieto in Mexiko zur erfolgreichen Festnahme des Drogenbosses.

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