US-Präsidentschaftskandidatin und Grünen-Politikerin Jill Stein | Bildquelle: AP

Nach US-Wahl Keine Neuauszählung in Pennsylvania

Stand: 12.12.2016 17:42 Uhr

Keine Hinweise auf Hackerattacken und manipulierte Ergebnisse: Ein Bundesrichter im US-Staat Pennsylvania hat den Antrag auf Neuauszählung der Stimmen der US-Präsidentenwahl abgelehnt. Eine erneute Niederlage für Grünen-Kandidatin Jill Stein.

Ein Bundesrichter im US-Bundesstaat Pennsylvania hat den Antrag der US-Grünenpolitikerin und Präsidentschaftskandidatin Jill Stein, die Stimmen der Präsidentenwahl neu auszuzählen, abgelehnt. Es gebe keine glaubwürdigen Hinweise darauf, dass es zu Hackerattacken und damit zu manipulierten Ergebnissen gekommen sei, nannte Richter Paul Diamond als wichtigsten Grund für seine Entscheidung.

Knapper Vorsprung in Pennsylvania, Michigan, Wisconsin

Stein hatte in drei Bundesstatten Neuauszählungen beantragt: in Pennsylvania, Michigan und Wisconsin. In allen drei US-Staaten hatte der designierte US-Präsident Donald Trump knapp vor der Demokratin Hillary Clinton gewonnen. In Michigan hatte ein Bundesrichter die Neuauszählung zuvor gestoppt. In Wisconsin sollte diese heute abgeschlossen werden.

Stein hatte die Neuauszählungen angestrengt, um sicherzustellen, dass keine von Computer-Hackern verfälschten Ergebnisse vorliegen. Es galt aber von vornherein als unwahrscheinlich, dass eine Neuauszählung etwas an Trumps Wahlsieg ändern würde. Nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmen machte Clinton in Wisconsin 25 Stimmen auf Trump gut, sie lag aber immer noch um etwa 22.000 Stimmen hinter ihm. Stein selbst hatte bei der Präsidentenwahl in den drei Staaten etwa ein Prozent der Stimmen oder weniger erreicht.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Dezember 2016 um 05:30 Uhr.

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