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Sacharow-Preisträger Oswaldo Payá tot

Kubanischer Dissident stirbt bei Verkehrsunfall

Oswaldo Payá (Archivbild 2002)
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Oswaldo Payá starb bei einem Verkehrsunfall (Archivbild aus dem Jahr 2002)

Oswaldo Payá, einer der bekanntesten Oppositionellen Kubas, ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich in der Nähe der Stadt Bayamo im Osten der Karibikinsel, wo der 60-Jährige mit drei Freunden in einem Auto unterwegs war, wie der Vorsitzende der oppositionellen Menschenrechtskommission, Elizardo Sánchez, erklärte.

Bei dem Unfall etwa 800 Kilometer östlich von Havanna starb auch der Dissident Harold Cepero. Zwei weitere Insassen, ein Spanier und ein Schwede, wurden nach Behördenangaben leicht verletzt. Payá war Vorsitzender der Oppositionsgruppierung Christliche Befreiungsbewegung.

Payá hatte 2002 den Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit des Europaparlaments erhalten. Der Ingenieur und Bürgerrechtler hatte 1998 eine Petition für eine freie Volksabstimmung über politische Reformen in Kuba gestartet. Seit Jahrzehnten galt er als einer der einflussreichsten Kritiker der kommunistischen Regierung unter Fidel und Raul Castro. "Die treibende Kraft der Gesellschaft sollte die Souveränität des Volkes sein und nicht die Kommunistische Partei", schrieb er kurz nach der Ernennung Raul Castros zum Staats- und Regierungschef.

Stand: 23.07.2012 05:18 Uhr

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