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Parteitag der US-Republikaner in Tampa

Romney-Auftritt auf Republikaner-Parteitag

Die wichtigste Rede seines Lebens

Paul Ryan hat es vorgemacht, jetzt muss Romney ran und eine ebenfalls begeisternde Rede halten: Der Obama-Herausforderer gilt nun nicht gerade als Zauberer auf der Bühne. Doch viele Delegierte in Tampa finden, dass ihr Präsidentschaftskandidat auch so genug zu bieten hat.

Von Anna Engelke, NDR-Hörfunkstudio Washington, zurzeit in Tampa

Ob er es nun wollte oder nicht: Paul Ryan hat die Latte für Mitt Romney hoch gehängt. Ryan, der republikanische Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, hat die Delegierten gestern Abend mit seiner Rede von den Stühlen gerissen. Immer wieder sprangen sie auf und applaudierten, wenn der 42-jährige Vizekandidat Präsident Obama attackierte, Romney lobte oder versprach, mit den Republikanern im Weißen Haus werde in den USA alles wieder besser: "Wir können das schaffen. Ganz gleich, welcher Partei Sie angehören. Lassen Sie uns zusammenkommen zum Besten unseres Landes. Unterstützen Sie Mitt Romney und mich. Wir bekommen das hin."

Paul Ryan - der neue Star der US-Republikaner
tagesschau 20:00 Uhr, 30.08.2012, Tina Hassel, ARD Washington zzt. Tampa

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Ob auch Mitt Romney das Haus heute Nacht so rocken muss wie sein 42-jähriger Vize? Die Meinungen unter den Delegierten gehen auseinander. Da gibt es die, wie den 35-jährigen Rick aus Alabama. "Ich hoffe, er wird warm mit den Menschen und kann ihnen zeigen, dass er doch nicht so steif ist, sondern ein echter Mensch. Und dass er für alles, was er in seinem Leben verdient hat, hart arbeiten musste."

Gannon Manning, eine 39-jährige Republikanerin aus Georgia weiß, dass Romney auf der Bühne nicht unbedingt ein Zauberer ist. Aber: "Ich habe ihn schon persönlich getroffen und er ist wirklich sehr warmherzig. Bei größeren Auftritten kommt das manchmal nicht so rüber. Ich hoffe, dass sie daran gearbeitet haben. Und dann dringt das auch bei den Amerikanern durch."

Nach Ryans Super-Auftritt jetzt Bühne frei für Mitt Romney
A. Engelke, NDR Washington
30.08.2012 17:21 Uhr

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Romneys Rede heute Nacht ist die bisher wichtigste in seinem 65-jährigen Leben. Denn sein Auftritt wird live in die amerikanischen Wohnzimmer übertragen. Für viele US-Bürger wird es das erste Mal sein, dass sie Romney richtig zuhören. Die fünfache Mutter Linda Gahagan aus Maine muss Romney aber nicht mehr überzeugen. "Ich finde, er ist ein wunderbarer Familienmensch. Ich nehme an, dass er etwas darüber sprechen wird, weil es heißt, dass er wärmer, freundlicher und offener wirken muss. Ich aber glaube, er ist einfach bescheiden. Er ist gar nicht darauf aus, dass ihn die Leute mögen. Er will führen und damit macht man sich oft nicht beliebt."

"Die Welt wird ihn lieben"

Parteitag der Republikaner in Tampa
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Delegierte aus Texas

Und dann gibt es Delegierte, die finden, Romney hat als ehemaliger Gouverneur, Finanzinvestor und Retter der Olmypischen Winterspiele von Salt Lake City auch so genug zu bieten. Zu ihnen gehört Bob Weiner hier aus Florida. Weiner, der gerne deutsche Autos fährt und Deutschland mag, hat diesen Vergleich parat: "Wissen Sie, er ist wie die Deutschen. Sehr solide, ein Denker, sehr schlau und organisiert. Er ist nicht extravagant, aber er vertritt die richtigen Wert und ich glaube, die Welt wird ihn lieben."

Charisma werde häufig überschätzt, ist Deutschland-Fan Bob Weiner überzeugt. Als Beispiel nennt er Kanzlerin Angela Merkel, die er fälschlicherweise als Premierministerin bezeichnet: "Sie ist eine wunderbare, großartige Dame. Warum lieben die Deutschen sie? Weil sie integer ist."

Der Auftritt von Romney wird in jedem Fall interessant. Vielleicht schaut sogar noch der Schauspieler Clint Eastwood vorbei - ein bekennender Romney-Unterstützer und möglicher Überraschungsgast heute Nacht.

Stand: 30.08.2012 17:53 Uhr

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