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Republikaner schicken Romney ins Rennen
"Niemand ist besser als Mitt!"
Die US-Republikaner haben den Multimillionär Mitt Romney offiziell zu ihrem Präsidentschaftskandidaten gekürt. Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts tritt damit bei der Wahl am 6. November gegen den Amtsinhaber Barack Obama an. Romney will die Nominierung am Donnerstag in einer Rede offiziell annehmen. Sein designierter Stellvertreter Paul Ryan will sich heute an die Delegierten wenden. Auch er wurde von ihnen nominiert.
Von Silke Hasselmann, WDR-Hörfunkstudio Washington, zurzeit in Tampa
Es ging auf die Nachtstunden zu, als die Parteitagsdelegierten den ersten Höhepunkt erlebten: Ganz in Rot gekleidet, trat Ann Romney auf die Bühne, um - wie sie sagte - eine Geschichte über Liebe zu erzählen. Na klar, es ging um die Liebesgeschichte zwischen Mitt und ihr, um die Liebe zur Familie, zu den Nachbarn, zur Glaubensgemeinde und zu Amerika.
Die Zuhörer erfuhren von der Frau an seiner Seite, warum sie bislang so wenig über die Seite von Mitt Romney gehört haben: "Dies ist wichtig: Mitt mag nicht darüber sprechen, wie er anderen geholfen hat, denn er betrachtet es als ein Privileg, nicht als Sprechblase für politische Zwecke."
Tina Hassel (ARD Washington) vom Parteitag der Republikaner in Tampa
tagesschau 17:00 Uhr, 29.08.2012
Zunächst zu liberal...
Ann Romney traf den Ton bei den Delegierten, die erst wenige Stunden zuvor ihren Mitt offiziell als republikanischen Präsidentschaftskandidaten 2012 nominiert hatten. So mancher unter ihnen hatte sich zu Beginn der innerparteilichen Vorwahl nicht mit dem Ex-Finanzmanager und Gouverneur anfreunden können, der früher moderate Positionen vertreten hatte und nun plötzlich immer weiter nach rechts rückte. Doch Doug Peen aus Missouri meint: "Anfangs war ich kein Unterstützer von ihm, durch auf halber Strecke wurde klar, dass er der beste Kandidat ist, um Barack Obama zu schlagen. Ich kannte zunächst zu wenig über Romney, doch das hat sich geändert und ich muss sagen: Er ist der richtige Mann für diese Zeit. Er ist ein Problemlöser, und einen solchen brauchen wir."
Ann Romney wandte sich an die noch Unentschlossenen und versprach: "Niemand wird härter arbeiten, sich mehr kümmern und niemand wird so sehr Himmel und Hölle in Bewegung setzen wie Mitt Romney, um dieses Land zu einem besseren Platz zu machen."
"Wir können Wirtschaft!"
Der 65-Jährige erschien zur Freude der Delegierten auf der Bühne, um seine Frau abzuholen, ergriff aber noch nicht das Wort. Das ist für morgen Abend geplant, der Höhepunkt dieses Nominierungsparteitages. Vorerst blieb es einigen republikanischen Gouverneuren vorbehalten, Stimmung zu machen. Darunter Chris Christie aus New Jersey, ein aufstrebender Mann der jungen Generation. Er betonte die Hauptbotschaft, die die Republikaner an das Wahlvolk senden wollen: Wir können Wirtschaft, Mitt Romney kann Wirtschaft und Jobs!
"Wir verlieren, wenn wir ihr Spiel der Angstmache mitspielen", so Christie mit Blick auf die Obama-Seite. Doch es stehe zu viel auf dem Spiel für das amerikanische Volk, das unter einer schlechten Wirtschaft, einer Arbeitslosenrate von 8,3 Prozent und unkontrollierten Schulden leide. "Wir werden die Ära der Führungslosigkeit im Weißen Haus beenden und echte Führer entsenden", rief Christie unter dem tosenden Beifall der Delegierten und Gäste. "Amerika braucht Mitt Romney und Paul Ryan, und zwar jetzt!"
Republikaner nominieren Romney zum Präsidentschaftskandidaten
tagesschau 20:00 Uhr, 29.08.2012, Stefan Niemann, ARD Washington
Stand: 29.08.2012 07:01 Uhr
