Unruhen in Bagdad Demonstranten stürmen Parlament

Stand: 30.04.2016 15:13 Uhr

In der irakischen Hauptstadt Bagdad haben Demonstranten die hochgesicherte Grüne Zone durchbrochen und das Parlament gestürmt. Nach Medienberichten soll es sich um Anhänger des schiitischen Geistlichen Predigers Al-Sadr handeln.

Demonstranten haben in Bagdad die hochgesicherte Grüne Zone und das Parlament gestürmt. Fernsehbilder zeigen, wie Anhänger des schiitischen Predigers Muktada al-Sadr über Betonwände klettern. Nach Angaben der irakischen Nachrichtenseite Al-Shafaaq sollen einige Demonstranten auch ins Parlament eingedrungen seien. Das liegt zusammen mit zahlreichen Ministerien und Botschaften in der hochgesicherten Grünen Zone Bagdads.

Proteste in Bagdad (unkommentiertes Material)
30.04.2016

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Anhänger des Predigers al-Sadr demonstrieren seit Monaten gegen Reformen. Sie verlangen, dass ein Kabinett aus Technokraten gebildet wird. Im Parlament sollte heute über mehrere Ministerposten entschieden werden. Die Abstimmung wurde nun auf kommende Woche vertagt.

Bereits am Dienstag war es im Parlament zu Tumulten gekommen. Aufgebrachte Abgeordnete hatte Ministerpräsident Haidar Al-Abadi mit Wasserflaschen beworfen und auch Parlamentspräsident Salim al-Dschuburi daran gehindert, zu reden.

Korruptionsvorwürfe und wirtschaftliche Schwierigkeiten

Die Situation im Irak ist in mehrerer Hinsicht schwierig. Der schiitische Regierungschef al-Abadi war mehrfach mit dem Versuch gescheitert, politische Reformen einzuleiten, mit denen er Korruption und Verschwendung bekämpfen wollte. Seine Kritiker werfen ihm Vetternwirtschaft vor und fordern seinen Rücktritt. Wirtschaftlich steht der Irak unter Druck aufgrund des sinkenden Ölpreises.

Mit diesem Auto soll sich der Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt haben. | Bildquelle: REUTERS
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Mit diesem Auto soll sich der Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt haben.

Auch die Sicherheitslage ist weiterhin schwierig. In Südosten Bagdads gab es einen erneuten Anschlag mit mindestens 19 Toten und 42 Verletzten, der "Islamische Staat" übernahm die Verantwortung für die Tat. Mit dem Erstarken der Terrormiliz hatten sich die Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten im Irak verschärft. Bereits im vergangenen Monat hatte der IS einen Anschlag verübt, bei dem in einem Stadion 29 Menschen getötet worden waren. Der IS kontrolliert immer noch große Bereiche im Westen und Norden des Iraks. Die Terrormiliz hatte allerdings in den vergangenen zwölf Monaten schwere Gebietsverluste erlitten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. April 2016 um 20:00 Uhr.

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