Südkoreas Ex-Präsidentin Park Geun-Hye | Bildquelle: AP

Südkoreas Ex-Präsidentin 24 Jahre Haft für Park

Stand: 06.04.2018 09:28 Uhr

Das Urteil im Korruptionsprozess ist gefallen: Die frühere südkoreanische Präsidentin Park wurde zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Richter sprach auch von Machtmissbrauch.

Südkoreas frühere Präsidentin Park Geun Hye ist zu 24 Jahren Haft verurteilt worden. Außerdem muss sie 18 Milliarden Won - umgerechnet knapp 14 Millionen Euro - Strafe zahlen. Das zuständige Gericht in Seoul befand sie der Korruption, des Machtmissbrauchs, der Erpressung und anderer Vergehen schuldig.

In der live übertragenen Urteilsverkündung sagte Richter Kim Se Yoon, Park habe Unternehmen zur Zahlung von Bestechungsgeldern gezwungen. Sie habe dazu "illegal ihre präsidialen Befugnisse genutzt". Nach Ansicht des Gerichts wurden die Unternehmen gezwungen, große Geldsummen an Stiftungen zu zahlen, die von Parks langjähriger Vertrauten Choi Soon Sil kontrolliert wurden. Laut Anklage handelte es sich um die Konzerne Samsung, Lotte und SK.

Urteil gegen Südkoreas Ex-Präsidentin Park gefallen
tagesschau 17:00 Uhr, 06.04.2018, Uwe Schwering, ARD Tokio

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Park bestritt Anschuldigungen

Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Verfahren 30 Jahre Haft gefordert, außerdem sollte die 66-Jährige eine deutlich höhere Geldstrafe zahlen. Die südkoreanische Ex-Staatschefin selbst hat die gegen sie erhobenen Vorwürfe stets bestritten. Sie sprach mehrmals davon, sie sei Opfer von "politischer Rache". Park kann ebenso wie die Staatsanwaltschaft Berufung gegen das Urteil einlegen.

Als der Korruptionsskandal Ende 2016 bekannt wurde, kam es zu monatelangen Massenprotesten in Südkorea. Park wurde daraufhin vom Parlament abgesetzt - die Amtsenthebung wurde im März vergangenen Jahres vom Verfassungsgericht bestätigt. Im Februar war bereits Parks Vertraute Choi wegen der Korruptionsaffäre zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Südkoreas Ex-Präsidentin Park zu 24 Jahren Haft verurteilt
Jürgen Hanefeld, ARD Tokio
06.04.2018 10:48 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Darstellung: